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Phillips.
belegen seien. Wenn aber Humboldt nur die Baedyes des Ptolemäus
und die Stadt Baecula bei den Oretanen als Ausnahme
gelten lässt, so ist dies in Hinsicht auf den eben erwähnten
Ort insofern ein Missverständnis, als derselbe im Lande der
Ausetani belegen ist; ausserhalb jenes Bereiches befinden sich
auch die Baesuccd an der Sierra Morena und der Vir,us Baedorus
bei Coimbra.
Was sodann das zweite Glied in dem Namen Baecida
angeht, so kommt dasselbe ebenfalls in vielen iberischen Städtenamen
vor, z. B. in Ber-(g)w\-a, Calu-(c)u \ a,-a, Ipolcobul(c)u\a
Obu(c)u\a und viel häufiger, wenn man von dem der Endung
-ul(a) hier voraufgehenden c absieht, namentlich in Baet-ida,
Barbes-n 1 a, Bast-w\i, Corb-u 1 a,'Cast-u 1 o, Ilip-w\a, Lacilb-u\a,
Scietabic-ula, Turb-\x\a, Turd-uM. Es ist aber diese Endung
nicht etwa für eine Deminutivform zu halten, wozu IltpvAa neben
Hipa die Veranlassung geben könnte, vielmehr hat ula und
'ulo gewiss seine selbstständige Bedeutung, die vielleicht mit
der von ura und uro übereinstimmt. Humboldt erklärt mit
Beziehung auf Astarloa -ola für eine baskische Localendung.
Unter den iberischen Münzlegenden sind nur zwei gleichlautende
, welche hiehergezogen werden könnten; dies sind
Leg. 85 und 86 Boailiqm, mit Hinweglassung des bekannte»
Suffixes -qm, Boaili. Boudard 21 ist der Ansicht, diebetreffenden
Münzen seien dem Stamme der Belloi zuzuschreiben, deren
sowohl Polybius 22 , als auch Appian 23 Erwähnung thun, und
hält weiter dafür, dass der Name abzutheilen sei in Boa und
ili, indem hier ausnahmsweise dieses Wort, welches ,Stadt“
bedeutet, das zweite Glied in dem Namen bilde. Dies ist
sehr unwahrscheinlich und dabei auch nicht abzusehen, wie
unter dieser Voraussetzung der Name hätte entstehen
können. Eher darf man wohl annehmen, dass die obigen Legenden
sich zu Leg. 4 Bailo stellen lassen und dass damit
die Stadt Baelo in Bätica, der Ueberfahrtsort nach Tingis ge-21
Boudard, a. a. 0. p. 176.
22 Polyb. XXXV. 2. 3.
23 Appian. Iber. c. 44.