Ueber den iberischen Stamm der Indiketen und seine Nachbarn.
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(Hübner n. 365), Baedyi, Bado, Baegesis (1394), Baenis, Baesippo
(1925), Baesucci (3251), Baeterrae, der Fluss Baetis und das
nach ihm benannte Baetica; ferner Baetulo (4606), Baeturia,
Bedunia, Belippo, Besaro und Beseda; von Personennamen
könnte Baesiscens (3231), Bado und Betunus hieb er gezogen
werden. Dennoch glauben wir liier sofort eine Sichtung vornehmen
zu müssen, zu welcher die Schreibweise der griechischen
Autoren die Veranlassung gibt. Ptolemäus z. B. schreibt
den Namen der hier in Bede stehenden Stadt BaixoüXa, dagegen
den der vorhingenannten Beseda: BsorjSa, so auch Bsooövia und
BeSoovyjvaioi, während er BaiSiis? einen anderen zu den Callaikern
gehörigen Volksstamm nennt. Man scheint daher hier alle nicht
mit Bae oder Bai anfangenden Namen ausscheiden zu sollen.
Astarloa gibt der Sylbe he = ha im Baskiscken die Bedeutung
,tief, niedrig* und erklärt damit den Namen des Flusses
Baetis. Es ist nun wohl richtig, dass die Silbe he in jener
Sprache in dem Worte hehera jene Bedeutung hat, allein es
wäre dann doch unter allen Umständen sehr auffallend, wenn
es keine andere Composita mit diesem he geben sollte; als
solche lassen sich aber heliorra (Stute), helarra (Stirne), helauna,
(Knie), am wenigsten aber das wohl neben bos zu stellende
hehia (Kuh) anführen. Humboldt sehliesst sich der Ansicht
Astarloa’s nicht unbedingt an IS , sondern meint, es dürfte jener
Flussname sich auch durch ibayci ,Fluss*, mit hinweggelassenem
i deuten lassen, fügt jedoch hinzu, dass es voreilig sein würde,
wenn man darnach auch die anderen mit bae- anfangenden Namen
erklären wollte. Allerdings muss zugestanden werden,
dass solche Hin Weglassungen des anlautenden i bisweilen Vorkommen,
z. B. Lumheritani für Ilumberitani 19 , allein mit solchen
Erklärungsversuchen muss man doch, wie Humboldt selbst
hervorhebt, sehr sparsam sein. Humboldt fügt noch hinzu dass
es zweifelhaft sei, ob der Name Baetis überhaupt ein einheimischer
und nicht vielleicht ein punischer sei, zudem fast alle
mit Bae- anfangenden Namen an der Südküste in den am meisten
von den Karthagern und Phöniziern besuchten Gegenden
18 Humboldt a. a. 0. 62. 66.
19 Ein anderes Beispiel s. unten S. 790.
20 Humboldt a. a. 0. S. 66.