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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

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Phillips.

Eoatia  hingegen  Yidoda.  Endlich  müssen  wir  auch  unsere
Unkenntniss  hinsichtlich  der  Legende  Toob  eingestehen.  Der
Sibilant  T  würde  nach  der  gewöhnlichen  Lautverschiebung  in
s,  der  Doppelvocal  oo  in  au  und  b  in  v  übergehen;  dies  gäbe
Sauv;  nach  der  gewöhnlichen  Lesart  hätte  Ptolemäus  auch
wirklich  Saoüia  als  den  Namen  einer  bei  den  Pelendonen  belegenen
  Stadt  überliefert.  Sollte  etwa  der  Name  der  auf  einer
Landzunge  am  Flusse  Lesgios  belegenen  Stadt  'Yoih,  bei  Stephan
von  Byzanz  aus  Hekatäus  entnommen  71 ,  den  iberischen  Namen
Toob  wiedergeben?
Nach  diesen  Beispielen  zu  schliessen  scheinen  doch  so
manche  ältere  Städte  Hispaniens  schon  zur  Römerzeit  bereits
gänzlich  verschwunden  gewesen  zu  sein.
II.  Die  Nachbarn  der  Indiketen.
1.  Die  auf  -aui  und  -tani  endigenden  Namen  dieser  Nachbarstämine.

Die  Indiketen,  im  Norden  von  den  Pyrenäen,  im  Osten
von  Meere  begrenzt,  hatten  nur  von  den  beiden  andern  Weltgegenden ­
  her  Grenznachbarn.  Es  werden  uns  hier  in  dem  angegebenen ­
  Gebiete  bis  zum  Rubricatus  die  Namen  der  Autetani,
Fitani,  Bergistani,  Castellani,  Cerretani  und  Laeetani  genannt.
Auffallender  Weise  erscheinen  gerade  unmittelbar  an  dem  nördlichen ­
  Abhange  der  Pyrenäen,  in  Aquitanien,  so  viele  Stammesnamen, ­
  welche  auf  -ates  ausgehen 1 ,  während  auf  der
hispanischen  Seite  eine  Menge  solcher  Namen  mit  den  Endungen ­
  -ani  und  -tani  hervortritt.  Fast  könnte  man  glauben,  dass
in  der  Endung  -ates  eine  Keltisirung-  iberischer  Namen,  in
-ani  aber  eine  Romanisirung  derselben  zu  suchen  sei.  In  letzterer ­
  Beziehung  würden  wir  aber  unter  allen  Umständen  nur
die  Endung  -ani  im  Auge  haben  können,  wogegen  wir  unbedenklich ­
  dafür  halten,  dass  in  dem  häufig  vorkommenden  -tani
70  Ptol.  II.  5  (6).  p.  125;  25.
71  Steph.  Byz.  p.  289.
1  S.  die  Abhandlung:  Prüfung  des  iberischen  Ursprunges.  S.  12.
2  Vergl.  Becker  (bei  Kuhn  und  Schleicher,  Beiträge.  Bd.  3.  S.  419.
u.  ff.).  In  Hispanien  findet  sich  der  Personennamen  Camulates  ,  der  aber
wohl  auch  keltischen  Ursprunges  ist,  vor.  S.  Hübner,  Inscr.  Hisp.  Lat.
n.  3423.
            
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