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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

lieber  den  iberischen  Stamm  der  Indiketen  und  seine  Nachbarn.

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Legende  bietet.  Der  nach  dem  n  zu  ergänzende  Vocal  würde,
da  Avienus  den  benachbarten  Fels  nicht  Toninita,  sondern  Tononita
  rupes  nennt,  wohl  eher  ein  o  als  ein  i  sein,  ausser  wenn
jenes  etwa  durch  ein  nachfolgendes  i  verdrängt  wäre.  Zum
Vergleiche  mit  diesem  Tono  bietet  sich  sogleich  der  hispanische ­
  Städtenamen  Tono-briga,  allenfalls  auch  T&ne-brica  und
Tene-brium,  weniger  Tunto  -briga.  Compositionen,  die  freilich ­
  wegen  des  keltischen  -briga  als  hybride  erscheinen,  wogegen ­
  TonoTcs  eine  sicherlich  echt  iberische  ist.
Viel  grössere  Schwierigkeit  bietet  das  auf  Tono  folgende
zweite  Glied  T  c  s.  Hiermit  sind  zunächst  einige  andere  Legenden ­
  zu  vergleichen,  die  wir  unter  den  Ziffern,  welche  ihnen
in  der  Abhandlung  über  das  iberische  Alphabet  gegeben  worden
sind,  aufführen,  nämlich:
Leg.  162:  Il'Yok
Leg.  165:  I7Tocs
Leg.  167:  ll'Vocscn.
Diese  drei  Legenden,  von  denen  die  eine  die  andere  vervollständigt, ­
  geben  zunächst  der  Vermuthung  Raum,  dass  auch
in  T  o  ii  o  T  c  s  der  nach  T  zu  ergänzende  Vokal  ein  o  sein  dürfte
und  wir  hätten  in  Parallele  mit  I7To  ein  Tono'Yo.  in  der
ersten  der  obigen  Legenden  tritt  aber  noch  das  k  und  in  der
zweiten  wie  in  TonoTocs,  das  cs  =  ks  hinzu,  in  der  dritten
auch  noch  das  bekannte  Suffix  -cn,  so  dass  hierin  also  die  vollständigste ­
  Uebereinstimmung  mit  TonoTocscn  herrscht.  Demgemäss ­
  ist  die  Schwierigkeit  der  Namenserklärung  in  dem
Gliede  -cs.  Vergleicht  man  die  zweite  und  dritte  dieser  Legenden ­
  mit  der  ersten,  so  erscheint  in  IlTok  das  k  nicht  als
zum  Gliede  To  gehörig.  Ist  nun  dieses  k  selbst  schon  ein
(unvollständiges)  Suffix?  Ziehen  wir  noch  einige  andere  Legenden ­
  herbei:
Leg.  166:  Il'Vokmboiocn
Leg.  168:  Il'Yokmplidin.
Beide  stimmen  mit  einander  in  den  ersten  sechs  Zeichen  überein; ­
  boio-cn  ist  vermuthlich  der  Name  der  im  Itinerarium
genannten  und  im  vierten  Jahrhundert  als  ein  Bisthum  erscheinenden ­
  Stadt  Baio(ca)  mit  dem  Suffix  -cn,  welches  sich  vielleichtin ­
  -c(a)  erhalten  hat.  In  Leg.  168  ist  plidin  aller  Wahrscheinlichkeit ­
  nach  der  Stammname  des  keltiberischen  Pelendones.
            
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