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Phillips.
Bätica belegen war, auch kommt Iudibijis als Mannesname mehrmals
bei Livius 15 vor. Auffallend ist es, dass nirgends weiter
sich eine Parallele findet; um so vorsichtiger muss man in der
Benützung des Baskischen sein, um von hier aus eine Deutung
zu ermitteln. Humboldt 16 hat ausnahmsweise hier keinen
solchen Versuch gemacht, ausser dass er mit Rücksicht auf
die Form, in welcher jener Mannesname bei Polybius angetroffen
wird 17 , nämlich ’Avsoßakr);, diesen mit dem baskischen
Worte andia, welches ,gross' bedeutet, in Verbindung bringt.
Sollte auch ind-ik sich mit diesem andia vergleichen lassen?
oder gehört es zu der Wurzel ind, welche in dem Bask.
indar 18 enthalten ist und Kraft bedeutet? In diesem Falle
würde Indiketes etwa auf viri fortes herauskommen, eine Erklärung,
welche auch für keltische Stammesnamen anwendbar
ist 19 . Aus dem Umstande, dass Ptolemäus die Indiketen
'EvSiyeTat nennt, wollen wir nicht sogleich auf einen Zusammenhang
mit dem nur in Lusitanien vorkommenden Namen des
Gottes Endovellicus‘ ln schliessen, der fast mehr mit den keltischen
Namen Ändecamidos- 1 und Andecumborius 22 zusammen
zu stellen zu sein scheint.
2. Rhoda.
Der Name dieser Stadt, heute zu Tage Rosas, wird verschiedentlich
angegeben; bei Strabo heisst sie an einer Stelle
Rhodope 23 , an einer andern Rhodos 24 , während Stephan von
15 Liv. XXV. 34. §. C. XXVIII. 24. §. 3. XXIX. l.§. 19.
16 Humboldt, Prüfung der Untersuchungen. S. 77.
” Polyb. III. 76; 7.
18 Z. B. Jenes. XLIX. 3.
19 Vergl. Glück, Erklärung der bei C. J. Cäsar vorkommenden keltischen
Namen. S. 155.
20 Vergl. Hübner, Inscript. Hisp. lat. n. 127. sqq.
21 S. Stokes, Gallische Inschriften. VI. (bei Kuhn und Schleicher, Beiträge
zur vergleichenden Sprachforschung B. 2. S. 109.). Becker, die
inschriftlichen Ueberreste der keltischen Sprache (ebend. Bd. 3. S. 439
u. f.).
22 Glück a. a. 0. S. 26, wo auch andere mit Ande- zusammengesetzte
Namen angegeben sind. S. auch ebend. S. 25.
23 Strabo 1. c. §. 8.
24 Strabo. XIV. 2. §. 10. p. 558.