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Höfl er.
Slaven eine neue Bevölkerung. Der Edessener, welcher so grosses
geleistet und das Reich aus dem tiefsten Verfalle gerettet,
kannte am besten den Werth Asiens, wo er sich seit 622 aufgehalten
und wohin er sieh auch in den nächsten Zeiten wandte,
nachdem er die ersten 12 Jahre seiner Regierung den griechischeuropäischen
Theil des Reiches der beispiellosen Verödung
durch Avaren und Slaven hatte überlassen müssen. Aber gleich,
als sollte in einer und derselben Regierung der eine Abgrund
sich nur sehliessen, damit der andere desto jäher sich aufthue,
begann unter ihm, dem Zeitgenossen Mohameds, auch schon der unwiderstehliche
Angriff der Araber, gleichzeitig im Euphrat- und
im Jordanthale. Ehe Jerusalem fiel, war schon Damaskus gefallen.
Nicht mehr als Sieger, sondern einem Feinde weichend,
der den Tod nicht scheute, und einer Macht, welche wie aus dem
Erdboden hervor,wuchs, kam Heraklios nach Constantinopel
(635) zurück, während die Wogen der arabischen Eroberung
allmälig über Syrien, Palästina und Aegypten zusammenschlugen;
Jerusalem und Ktesiplion wurden von den Arabern erobert, der
Islam verschlang die Religion Zoroasters, wohin der Araber
drang, wurde der Christ zum Knechte, verstummten die Glocken,
verschwanden die Kreuze, erhob sich der Islam zur ausschliesslichen
Herrschaft.
Die Katastrophe war in einem erschreckenden Umfange
eingetreten. Nicht blos dass der lange Kampfpreis zwischen
Römern, Parthern und Neupersern verloren ging, ohne je wieder
an das Reich zurückzufallen, ebenso was Cnejus Pompejus
Magnus und das Haus der Flavier in Syrien und Palästina,
Octavianus Augustus und die Seipionen in Afrika erworben.
Auch die Besitzungen an der Ostküste Spaniens wurden dem
römischen Reiche entfremdet. Sie fielen in die Hände der
Westgotlien um von diesen sehr bald in die der Araber überzugehen.
Die Herrschaft auf dem mittelländischen Meere liess
sich nicht mehr behaupten. Sicilien und die übrigen Inseln,
welche das spanische Meer vom tyrrhenischen trennen, wurden
nur mehr Vorlande zum Schutze Italiens und selbst mit Mühe
behauptet. Aber von Italien selbst gehörte der nördliche und
mittlere Theil den Langobarden ; nur ein Theil der Ost- und der
Westküste, sowie die Seestädte im Süden blieben römisch. Auf
wie lange, musste sich zeigen, und ebenso, ob das noch römische