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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

Darstellung  der  romagnolischen  Mundart.

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verschiedene  Abstufungen  in  der  Aussprache  nicht  erkennen
lassen.
240.  Fangen  wir,  der  leichteren  Uebersicht  wegen,  mit  o  an:
Wenn  wir  von  der  offenen  Aussprache  aus  vorschreiten,  kennen
wir  da  vier  Lautnüancen,  denen  sich  als  letzte  Stufe  der  geschlossenen ­
  Aussprache  u  hinzugesellt.  Wir  haben  demnach
die  Reihe:
o  6  ö  ö  u.
Man  nimmt  nur  gewahr,  dass  der  Plural  immer  um  eine
Stufe  sich  der  geschlossenen  Aussprache  zuneigt;  nur  6  macht
eine  Ausnahme,  da  es  unverändert  bleibt.  Die  Lautverhältnisse ­
  stellen  sich  demnach  folgendermassen  dar:
Sing,  b  Plur.  6

„  o  „  u
Bei  manchen  Wörtern,  deren  Aussprache  im  Singular
von  Morri  nicht  angegeben  wird,  darf  sie  von  der  Gestalt  des
Plurals  mit  ziemlicher  Sicherheit  erschlossen  werden.
Beispiele:
b-6:  bcc  ucc,  scbss  scdss,  zocc  zdcc.  Ueber  oss  siehe  §.245.
6-6:  pöll,  scöj  für  beide  Numeri.
6-ü:  mut  möt;  Suvaröl  varöl.  Bovem  würde,  wenn  das
Wort  nicht  syncopiert  wäre,  böve  lauten;  erst  durch  die
Stellung  im  Auslaute  erhält  o  die  offene  Aussprache  bö
oder  bö  —;  dies  hat  aber  keinen  Einfluss  auf  den  Plural,
welcher  regelrecht  bö  lautet.  Ueber  öv  siehe  §.  245.
ö-u:  cuntoran  cunturan,  dsordin  dsurdin,  nod  nud,  ölum  ulum,
scül  scul,  törd  turd,  zog  zugh;  Suff,  -ör:  pagadör  pagadur,
curiös  curius.  Patrün  bleibt  wegen  §.  50  im  Plur.  unverändert. ­

241.  Gerade  so  verhält  es  sich  mit  e;  wir  haben  liier  folgende ­
  Reihe:
e  e  e  (=  a)  e  i.
Beispiele:
e—e:  petan  petan,  pezz  pezz,  vbspar  vespar.  Suff,  -eil:  zingarell
  zingarell,  und  sehr  zahlreiche  andere  Beispiele.  Nur
für  usell  wird  neben  usell  einmal  auch  usell  angegeben,
worin  also  füglich  ein  Versehen  erblickt  werden  darf.
            
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