Darstellung der romagnolischen Mundart.
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verschiedene Abstufungen in der Aussprache nicht erkennen
lassen.
240. Fangen wir, der leichteren Uebersicht wegen, mit o an:
Wenn wir von der offenen Aussprache aus vorschreiten, kennen
wir da vier Lautnüancen, denen sich als letzte Stufe der geschlossenen
Aussprache u hinzugesellt. Wir haben demnach
die Reihe:
o 6 ö ö u.
Man nimmt nur gewahr, dass der Plural immer um eine
Stufe sich der geschlossenen Aussprache zuneigt; nur 6 macht
eine Ausnahme, da es unverändert bleibt. Die Lautverhältnisse
stellen sich demnach folgendermassen dar:
Sing, b Plur. 6
„ o „ u
Bei manchen Wörtern, deren Aussprache im Singular
von Morri nicht angegeben wird, darf sie von der Gestalt des
Plurals mit ziemlicher Sicherheit erschlossen werden.
Beispiele:
b-6: bcc ucc, scbss scdss, zocc zdcc. Ueber oss siehe §.245.
6-6: pöll, scöj für beide Numeri.
6-ü: mut möt; Suvaröl varöl. Bovem würde, wenn das
Wort nicht syncopiert wäre, böve lauten; erst durch die
Stellung im Auslaute erhält o die offene Aussprache bö
oder bö —; dies hat aber keinen Einfluss auf den Plural,
welcher regelrecht bö lautet. Ueber öv siehe §. 245.
ö-u: cuntoran cunturan, dsordin dsurdin, nod nud, ölum ulum,
scül scul, törd turd, zog zugh; Suff, -ör: pagadör pagadur,
curiös curius. Patrün bleibt wegen §. 50 im Plur. unverändert.
241. Gerade so verhält es sich mit e; wir haben liier folgende
Reihe:
e e e (= a) e i.
Beispiele:
e—e: petan petan, pezz pezz, vbspar vespar. Suff, -eil: zingarell
zingarell, und sehr zahlreiche andere Beispiele. Nur
für usell wird neben usell einmal auch usell angegeben,
worin also füglich ein Versehen erblickt werden darf.