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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

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Mn  9  sa  f  i  a.

exclam-),  striante  (schiantare,  sklrizen  für  slrizen),.  stciari  (schiarire,
  ex-clar-),  striata  (schiatta,  slalita,  s-c-lahta),  striave  (s-cliiavare,
  ex-clavare),  stdazze  (schiacriare  s-klackjan),  stciett  (schietto,
s-c-leht),  stdev  (schiavo,  sklave),  stcioma  (scliiuma,  sc-l-üm),
stciopp  (schioppo  sclopus  statt  stioppus),  stciuvle  ,verrenken*
(schiovolare,  ex-clav-)  l .  Im  Inlaute:  fistele  (fischiare  fisclare  st.
fist'lare),  mastS  (maschio  masclus),  misteie  (mischiare  misc’lare),
visteios  svistce  (viscliioso  svischiare,  visc’lum).  In  stduse,  bäuerischer ­
  Form  für  scuse,  muss  ebenfalls  eingeschobenes  l  angenommen ­
  werden,  gerade  so  wie  im  entsprechenden  ariuse
nb.  acuse.
159.  Wie  ist  nun  dieses  stS  zu  erklären?  Es  kömmt  allerdings ­
  viel  darauf  an,  ob  man  wirklich  die  drei  Laute  hört,  oder  ob
nicht  vielleicht  Morri  das  Zeichen  gewählt  hat,  um  die  Schreibung ­
  scia,  scio  u.  s.  w.,  die  wie  sa,  so  gelesen  werden  könnten,
zu  vermeiden.  Die  Proben  aus  der  Mundart  von  Lugo,  die
Biondelli  mittheilt,  bieten  in  der  That  nur  sc:  bescia,  cscian.
Dass  auch  das  Imolensische  Wörterbuch  stei  schreibt,  beweist
nicht  viel;  es  kann  dem  Beispiele  von  Morri  folgen.  Wir
müssen  daher  sagen:  wenn  nur  sS  ausgesprochen  wird,  so  ist
das  Zusammenflüssen  von  stj  und  skj  (=  skl)  selbstverständlich,
da  sowohl  tj  als  kl  regelrecht  c  hervorbringen;  die  zwei  Vorgänge ­
  laufen  einander  parallel.  Wird  aber  das  t  einigermassen
gehört,  so  steht  die  Sache  etwas  anders;  die  zwei  Vorgänge
müssen  als  identisch  angesehen  werden.  Gehen  wir  nun  von
dieser  Voraussetzung  aus,  so  werden  wir  die  Erscheinung  stj
zu  stc  als  die  massgebende  betrachten;  tj  wird  hier  zu  c,  aber
so,  dass  ein  Nachldang  des  t  noch  übrig  bleibt,  oder  mit
anderen  Worten  :  j  wird  unter  Einfluss  des  vorangehenden  t
zu  c.  Skj  wird  dann  nicht  unmittelbar  zu  stü,  sondern  tritt
vielmehr  zuerst  zu  stj  über  (vergl.  tose,  maschio  mastio,  schiantare ­
  stiantare,  dann  stietto,  stioppo,  stiuma  und  stummia);  die
zwei  Formeln  werden  zu  einer.
160.  Wir  haben  noch  einige  Wörter  zu  verzeichnen,  in  denen
sc,  das  weder  stj  noch  skj  entspricht,  ebenfalls  in  der  Form  stc  erscheint. ­
  Es  handelt  sich  bei  allen  um  £  mit  verstärkendem  s.  So
in  den  Naturlauten:  ciacch  und  stciacch,  it.  ciarlare  und  romg.

1  imol.  steiudö  =  schiodare,  ex-clau-d-ave.
            
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