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M u s s a f i a.
wenn z. B. freddore uns hier in der Gestalt fardor entgegen
tritt, so kann, wie wir schon (§. 89) erwähnt, angenommen
werden, dass fred zu frd, dieses aber zu f«rd geworden sei
125. e) Damit hängt innig ein besonderes Verhältniss
zusammen, welches sich dann ergibt, wenn nach anlautendem
l oder r ein Yocal wegfallt. Da wird zur Unterstützung des
daraus entstehenden Consonantennexus ein leise tönendes a
vorgeschlagen. Die Formel LVocCons wird zu "LCons, und
ebenso beim r. Der ausgetretene Yocal ist, wie gewöhnlich,
in der Hegel e oder i; er kann aber auch a (o) sein:
leCons = "ICons: aldan (laetamen), alten nb. Uten (lettino), alve
(levare), alzion (lezione), alzir (leggiero)
liCons = "ICons: algnera (lign-aria), alseja (lixiva), alsir ,Bequemlichkeit*
(Heere wie frz. loisir). Hieher
gehört auch aglion = leonem *lionem; durch
Consonantierung des i zu j entsteht im Anlaute
die Verbindung Ij, zu deren Unterstützung
vorgeschlagenes a dient: "Ijon, dann
aglion
luCons = "ICons: alven (lu.pino)
reCons = "rCons: argnecul (regnicolo), arzdor (reggitore), arsti
(restio) und überhaupt Präfix re: arlave,
arpuli; aus re-venire zuerst rviii armii, dann
nach §. 122 aravni. Ebenso aruvcle — arvde
= re. videre
riCons = »rCons: arcam (ricamo)
ruCons = «rCons: arvena (ruina ruvina), armor (rumorem).
Von lat. rumigare wird rumglie, wo ru nicht
verändert "wird. Es gibt auch eine Form mit
ar; nicht avonghe, wie man erwarten würde,
1 Man könnte dasselbe auch auf die Beispiele aus franz. Mundarten anwenden,
welche Ebert a. a. O. mittheilt: lothr. per me = prämier pernez
— prenez u. s. w. Jedenfalls wenn man auch bei der Erklärung durch
Metathese bleibt, so ist der wichtige Umstand hervorzuheben, dass der
hier vorliegende Vorgang (im Gegensätze zu anderem Metathesen, welche
auch die betonte Sylbe ergreifen) nur ausser dem Accente stattfindet.