Darstellung der romagnolischen Mundart.
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zuerst zu mbr und m dann ausgetreten? Letztere Annahme
wird von rimin. imbrenda unterstützt; der Nexus mbr wird hier
durch vorgeschlagenes i unterstützt.
120. d) Einschiebung eines Vocals. Hier treten uns wieder
jene zwei Vocale entgegen, welche, wie wir gesehen haben,
zur Lösung eines harten Consonantennexus dienen. Wenn drei
Consonanten auf einander folgen und der mittlere m, v oder r
ist, so wird im ersten Falle u, im zweiten a eingeschoben.
121. ConsMCons = Cons H MCons. Aus verminosus wird mit
beibehaltenem i varminos, zugleich aber kann i wegfallen, dann
aber lautet die Nebenform nicht varmnos, sondern var«mnos.
Dmezel ,Scheidewand' (= it. tramezzo, gleichsam <ii-mezz-ale)
kann das unbetonte e verlieren und lautet dann d*mzel. Einen
Bewohner von Imola nennen die Bauer Jurnlen (— Imlen,
* = J)-122.
ConsVCons = Cons“VCons. Neben svizze = svezzare
gibt es eine Form mit dis und ohne i, welche dann dsvze lauten
würde, mit Einschiebung des u: ds H vze oder mit Anhäufung
von Präfixen sdsuvze. Nicht anders dsuvsti = d[i]s-v[e]stire.
Dvni ist gestattet, aber zugleich lautet das Wort d»vni duvni.
Re-videre ergiebt neben arvde (über ar = re §. 125) die gebräuchlichere
Form amvde.
123. Das in den zwei vorhergehenden §§. belegte Lautgesetz
zeigt sich auch zwischen zwei verschiedenen Wörtern
wirksam (das erste in der Regel ein Procliticon). La msura
und d’umsura (di misura; de = d und dms — d,mis); u la
vdrebb un zigh (e’ la vedrebbe un cieco), da die Verbindung lavd
keine Schwierigkeiten bietet; aber u-s «vdrä (e’ si vedrä), weil
usvd kaum auszusprechen ist. S’a vli — se volete und s’a-m «vli
ben (== se mi volete bene); fe vn\ (far venire) und fes «ml
(farsi v.) Auch j gilt als Conson.: voj «vde (voglio vedere) u. s. w
124. In Bezug auf r ist vor allem die Verbindung
MutaRIVoc — rmg. MutaRJVoc., wo j als Consonant gilt, zu
berücksichtigen; vgl. §.94. Wie pidria hierpid«rja lautet, sopidriolpid«rjbl.
Nicht anders vidarjbl (vetriuolo), cavarjol (cavrimlo),
budarje nb. budme (budriere), imbarjegh (ubbriaco), mandarj-e,
bl (mandriare mandri-ano), parjor (priore). Tarjega wird eher
aus t’riaca als aus theriaca (e zu a nach §.76 oder 82) zu deuten
sein. Und hieher können alle §. 88 angeführten Fälle gehören;