Darstellung der romagnolischen Mundart.
G83
nach zz: gatozzal f,Kitzel', vgl. Diez II 3 253), mnözzal, scamozzal
(it. scamuzzolo, kleines Stückchen') scaramozzal
,Hin- und Herstossen im Wagen'.
Zu bemerken ist gevul neben Fern, gevla; also u einmal
unversehrt, das andere Mal abgefallen; es wäre interessant zu
wissen, wie Fern. PL lautet, ob gevul oder geval.
110. Bei einzelnen weiblichen Wörtern, die u abstossen,
kann zwischen n und l vermittelndes d eintreten: dondla
(donnola), condla (cunula, it. culla) neben conla.
111. Vorletztes a bleibt in der Regel unversehrt: monacli,
stomach. Abfall in pelgli (pelagus), sparz (sparagus), wohl bei
vorangehender Schwächung des a zu e oder i; vergl. venez.
sparesi. Dass eine solche bei belsum ohne Zweifel stattfand,
haben wir schon erwähnt. Auch für cannabis, das Masc. ccmuv
Fern, canva hervorbringt, ist dasselbe zu sagen; vergl. venez.
canevo, dem romg. *caniv *canv entsprechen muss. Wird man
als drittes Beispiel detturn (dittamo) annehmen, oder hat sich
hier a unmittelbar zu u verändert? In landa = lampada ist
nach Abfall des (vorher geschwächten?) a mpd zu md geworden,
wie im ital. lindo = limp’dus; vergl. §. 116. Die Formel
-al wird wie mehrfach sowohl in ital. Idiomen als anderswo
zu -ul: sccindid (it. scandolo nb. -alo), segul (it. segolci, cat.
segol u. s. w.).
Vor dem Accente.
112. Die Vocale e, i fallen hier mit grosser Leichtigkeit
weg; seltener o (rmg. eigentlich u) *. Dadurch entstehen Cousonantennexus,
die oft, besonders im Anlaute, gar hart sind.
Hier eine Reihe der ungelenksten:
1 Hier einige Beispiele von abgefallenem u fo):
c-l: clazion, clomh
c-m: cmandö, cmddar, cmettar, cmwze, cmon
c-n: cnossar
d-m: dmeng
t-m: stmagos, trneva (tomajo)
s-t,: stil
b-j: sbjinte (sboglientare; gl=j und e zu i sowohl wegen des vorangehenden
j als wegen des folgenden nt).
44*