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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

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Muss  afi  a.

Consonantnexen  hindern  sie  daran,  und  zwar  die  uns  schon
mehrfach  bekannten  Verbindungen  von  l,  r,  n  (hier  auch  m)
mit  einem  anderen  Consonante.  Wir  begegnen  demnach  ö
statt  6:
vor  comb  in.  I:  dölz,  ölum  (ulmus),  pölpa,  pöls,  solch,  völp,  völt
„  „  r:  su-cörs  scörsa,  mörcia  (amurca,  it.  morcliia),  örs,
sörd,  risörs,  törtura.  Dagegen  6  in  den  oben
angeführten  Beispielen.
„  ,,  n:  gönfia  (cunflat),  naröncal  (ranuncolo),  nönzi
(nuntius),  pönt,  prufönd,  sgönd.  Daneben  einzeln ­
  zönta  (giunta)
„  „  m:  ömbra.
Sehr  oft  bleibt  o  vor  combin.  n  unbezeichnet;  es  ist  wohl
ö  auszusprechen  :  alonn  (alumnus),  onds  (undecim),  ongia  (ungida),
  pogn  (pugnus);  Infin.  auf  -ungere:  onzar  monzar  ponzar.
58.  Auslautendes  u,  möge  es  lang  oder  kurz  sein,  lautet
d-  vergl.  §§.  16,  35,  47.
ü  —  6:  pid,  so,  zd;  Suff,  -utem:  virto,  zuventd
ü  =  d:  fo  (fuit).  Man  vergleiche  indo,  Nebenform  von  indöv;
das  inlautend  ganz  geschlossene  o  wird  im  Auslaute
zum  halboffenen.
59.  Zu  den  Darstellungen  von  betontem  u  ist  noch  das
vereinzelte  Wort  rezna  (•aerüginem  rug’na)  anzuführen;  ein  bemerkenswerthes
  Beispiel  von  u  *ü  i,  das  in  der  Position  natürlich ­
  &  lautet.
60.  Werfen  wir  nun  zuletzt  einen  Blick  auf  die  Vorgänge
von  e,  i  einerseits  und  auf  die  vollkommen  parallel  laufenden
von  o,  u  andererseits,  so  werden  wir  leicht  erkennen,  dass  die
Einrichtungen  in  der  Mundart  nicht  so  sein-,  wie  im  Toscanisclien,
  von  der  ursprünglichen  Quantität  des  Vocals  als  von
dessen  Stellung  im  Worte  abhängen.  In  vorletzter  Sylbe  vor
einfacher  Consonanz  wiegt  der  (beim  e  ganz,  bei  o  ganz-  oder
halb-)  geschlossene  Laut  vor;  in  vorletzter  Sylbe  vor  mehrfacher ­
  Consonanz  —  mit  Ausnahme  gewisser  Verbindungen  —
wiegt  der  offene  Laut  vor,  und  zwar  in  lat.  Position  ganz  offen
bei  primärem  e,  o,  halb  offen  bei  secundärem  e  (=  i),  o  (=  u)\
in  roman.  Position  selbst  bei  primärem  Vocale  halb  offen.  Der
Vocal  in  drittletzter  Sylbe  schwankt;  bald  hat  der  Umstand,
dass  einfacher  Consonant  folgt,  die  Oberhand,  und  der  Laut  ist
            
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