Mussafia Darstellmig der romagnolischen Mundart.
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Darstellung der romagnolischen Mundart.
Von
Dr. Adolf Mussafia.
Folgende Blätter beabsichtigen eine Darstellung der romagnolischen
Mundart, an die sich später weitere Ausführungen
über die anderen Hauptmundarten der aemilianischen Gruppe
anreihen werden. Meiner Darstellung liegt das Faentinische
zu Grunde, für welches wir eine ebenso ausgiebige als zuverlässige
Quelle in Morri’s grossem Wörterbuche besitzen. Die
Nebenmundarten konnten nur in einzelnen Anmerkungen berücksichtigt
werden; ich konnte dafür nur das imolensische
Wörterbuch von Tozzoli und die spärlichen Sprachproben bei
Biondelli benützen '.
A.
1. Betontes a vor einfachem Consonante wird zu e, das
geschlossen lautet: e 2 . Beispiele: adesi (adagio), Bies (Blasius),
bieva (biada), bresa (bragia), dies (casus), dievul (cavolo), eria
(aria), eva (apevi), guei (gncd), imbariegh (im-briaco), legh (lacus),
levci (Iciva), mej (majus), viel (male), ned (ncitus), papevar
(papaver), pepa (papa), piegci (plaga), tevuld (tabula), treva
(trabem).
1 Vergleiche mit anderen italienischen oder überhaupt romanischen Idiomen
wie sie sich auf Schritt und Tritt darboten, sind mit Vorsatze vermieden
worden. Ohne diese Enthaltsamkeit würde jede Specialstudie zu einem
Buche anschwellen und der Wiederholungen kein Ende sein.
2 Es gibt noch einen ganz geschlossenen e-Laut: e (§. 14). Manchmal
scii wankt. Moni im Gebrauche von e und e für a; so schreibt er bald mH
quSsi bald mei quesi; faUz und falts (fallace); nur mesna (macina), Videl
(Vitalis).