Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

Ueber  eine  in  der  Nähe  von  Castellon  gefundene  iberische  Inschrift.

579

2.  Die  Gruppe  -rie-  findet  sich  auch  in  dem  Worte  XX.
und  eine  ihr  entsprechende  -ria-  in  XVII.  so  wie  im  Anfänge ­
  des  Wortes  XIX.  In  allen  drei  Fällen  schliesst  sich
der  Sibilant  s  daran  an,  einmal  mit  einem  darauffolgenden  e.
Man  hat  daher  -ri-as,  -ri-ase,  -ri-es(e).  Mit  diesem  lassen
sich  vielleicht  die  iberischen  Städtenamen  auf  -es(a)  vergleichen
z.  B.  Betam-es(-a),  Ment-es-a,  Urc-es-a.  Auf  -(e)ries
endet  Vesperies,  der  Name  einer  Stadt  der  Varduli,  während
-oriase  und  ories  an  die  von  Artemidor  bei  Stephan  von
Byzanz  (p.  370)  genannte  Stadt  Orisia  erinnert.
3.  Eben  liieher  gehört  auch  in  XXI.  das  Suffix  -ose  oder
aose;  hier  bietet  der  Name  Rocl-os-e  (Leg.  254.  u.  ff.)  eine
Analogie.  Weiter  sind  damit  Dert-os-a,  Eg-os-a,  Rliig-os-a,
Succ-os-a  in  Parallele  zu  stellen;  auch  auf  Turiaso  dürfte  man
aufmerksam  sein,  weil  hier  noch  das  mehrerwähnte  -rihinzutritt.
  Die  Gruppe  aose  findet  sich  auch  in  dem  Worte
XVI.  mit  voraufgehendem  Vof-  und  nachfolgendem  -nse.  Steckt
darin  etwas,  was  dem  Namen  Oeaso  ähnlich  sieht?
4.  Das  Wort  I.  endigt  mit  -riXs;  ist  das  Zeichen  X  vielleicht ­
  ein  a  oder  e  und  somit  auch  hier  etwa  -rias  oder
-ries  zu  lesen?  In  diesem  Falle  würde  das  Wort  X.  entweder
iosa  oder  iose  lauten;  ebenso  Wort  XV.  iioza  oder  iioze  und
man  fände  daher,  wie  zuvor  in  XIX.  eine  als  letztes  Glied
gebrauchte  Gruppe  als  ein  selbstständiges  Wort.
5.  Am  häufigsten  findet  sich  im  Auslaut  der  Buchstabe
t  und  zwar  öfters  mit  einem  voraufgehenden  Vocal.  So  erscheint ­
  -it-  als  Suffix  in  den  Wörtern  VII.  VIII.  XIII.  XIV.
-ot  in  XII.;  in  dem  Worte  XI.  eost  geht  dem  t  noch  ein  s
voraus.  Ist  in  X.  und  in  XV.  der  Buchstabe  JC  nicht  für
einen  Vocal  (s.  oben  4)  zu  halten,  sondern  für  ein  t,  so  hätte
man  zu  eost  die  Parallelen  iost  und  iiozt.  Für  jene  Suffixe
bieten  aber  iberische  Städte-  und  Stammesnamen  mancherlei
Vergleiche,  z.  B.  AoiVsH  (Leg.  68  u.  ff.),  Oos’rH  (Leg.  230)  und
Ootoot  (Leg.  231);  speziell  auf  -n-it  gehen  aus  Ki-n-it  und
Kitzer-n-it.
6.  Verwandte,  ja  grösstentheils  übereinstimmende  Gruppen
sind  in  den  Wörtern  X.  :  ios-JC,  XV.:  iiozX  und  zu  Anfang  von
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.