Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

Ueber  eine  in  der  Nähe  von  Castellon  gefundene  iberische  Inschrift.

577

weilen  (XIV.  3)  könnte  man  zweifeln  ob  das  Zeichen  ein  N
oder  ein  H  sei,  doch  spricht  mehr  für  das  Erstere.  —  R  (I.
5.  II.  1.  V.  10.  VI.  7.  VIII.  1.  XII.  6.  XVII.  7.  XVIII.  1.
XIX.  1.  X.  4.  7.)  findet  sich  in  keinen  ungewöhnlichen  Formen
(Iber.  Alph.  S.  44.  R.  3.  8.  9).  Wie  die  Beispiele  zeigen,
wird  es  auch  hier,  wie  sonst  im  Iberischen  (s.  Bask.  Alph.
S.  44)  sowohl  im  Inlaute  als  auch  im  Anlaute  gebraucht.
6.  Spiritus  asper.
Der  Spiritus  asper  H  ist  nicht  völlig  sicher;  es  könnte
XII.  2.  XIII.  5  und  XIV.  3.  dafür  gehalten,  doch  aber  das
Zeichen  in  den  beiden  ersten  Fällen  für  ein  A,  in  dem  letzteren
für  ein  N  angesehen  werden;  in  jenen  möchte  man  sich  eher
für  H  entscheiden.

Mit  Sicherheit  oder  zum  Theil  freilich  nur  mit  Wahr-,
scheinlichkeit  lassen  sich  demnach  folgende  Buchstaben  ermitteln ­
  :
?  ?
a,  c,  d,  v,  z,  h,  i,  1,  m,  n,  ?,  o,  p,  q,  r,  T,  t;
es  fehlen  b  und  k,  während  f  und  g  ohnedies  dem  iberischen
Alphabete  fremd  sind  (Iber.  Alph.  S.  19.  28.  41).  Mehrere
Zeichen
Y,  X,  ¥,  *,  X,  ^
haben  noch  keine  hinlängliche  Deutung  gefunden.  Von  Y  und
¥  war  schon  oben  die  Rede,  X  und  X  sind  vielleicht  identisch
in  der  Bedeutung  von  Aleph,  (Kaph?),  doch  könnte  eher
noch  ein  Tau  darin  stecken,  während  *  vermuthlich  eine
andere  Form  für  Koph  ist  (vergl.  Iber.  Alph.  S.  58);  /  ist
gewiss  ein  zusammengesetzter  Buchstabe,  vielleicht  dass  ein  Z
zu  seinen  Bestandtheilen  gehört.
Während  wir  die  obigen  Deutungen  der  in  der  vorliegenden ­
  Inschrift  enthaltenen  Buchstaben  gemäss  den  in  der
Abhandlung  über  das  iberische  Alphabet  festgestellten  Resultaten ­
  gegeben  haben,  findet  sich  bei  Lorichs  (Recherches.  p.
203)  eine  in  den  meisten  Punkten  wesentlich  abweichende  Interpretation. ­
  Es  mögen  einige  Beispiele  hiervon  angegeben
werden;  ihm  ist  Q  und  T"  =  0,  T  =  E,  =  P,  /**  .=  In;
ferner  gilt  ihm  ^  für  das  Denariuszeichen;  ¥  erklärt  auch  er
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.