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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

welcher  von  der  Inschrift,  die  von  der  obersten  Ecke  links
beginnt,  ausgefüllt  wird,  beträgt  seiner  Länge  nach  32,  der
Breite  nach  beinahe  ebenfalls  4  Centimetres.  Die  Inschrift
besteht  aus  vier  Zeilen  von  ziemlich  gleicher  Länge,  die  vierte
ist  die  kürzeste.  Im  Ganzen  zählt  sie  einundzwanzig  Wörter
mit  einhundert  dreiundfünfzig  Buchstaben,  wobei  die  etwa  zusammengesetzten ­
  einfach  gerechnet  sind.  Auf  die  erste  Zeile
kommen  42,  auf  die  zweite  40,  auf  die  dritte  39  und  auf  die
vierte  32  Buchstaben.  Es  tragen  dieselben  meistens  den
Charakter  der  bekannten  iberischen  an  sich  und  sind  zum
Theil  auf  den  ersten  Blick  wieder  zu  erkennen,  während  sich
andere  einstweilen  einer  sicheren  Deutung  entziehen.  Eigenthümlich
  ist  die  Inschrift  auch  durch  den  Umstand,  dass  die
einzelnen  Wörter  durch  besondere  Zeichen  nämlich  durch  drei
übereinander  stehende  Punkte  von  einander  abgetheilt  sind;
am  Schlüsse  des  Ganzen  befinden  sich  zwei  solcher  Punkte;
der  grosse  Punkt  am  Ende  der  ersten  Zeile  dürfte  aber  nicht
als  zur  Inschrift  gehörig  anzusehen  sein.  —  Die  hier  beigefügte
Tafel  gibt  die  von  Lorichs  gefertigte  Abbildung  wieder  und
wir  lassen  in  der  nachfolgenden  Tabelle  die  einzelnen  Wörter
der  Inschrift  nebst  einer  Transscription  so  weit  diese  gemäss
der  früher  gewonnenen  Resultate  in  Betreff  des  iberischen
Alphabetes  möglich  ist,  gehörig  von  einander  abgetheilt,  erscheinen. ­

Unter  diesen  einhundert  dreiundfünfzig  Buchstaben  befinden
sich  mindestens  fünfundsiebenzig  Vocale,  mithin  beinahe  die
Hälfte  aller  Buchstaben,  und  insofern  entspricht  die  Inschrift
ganz  jenem  Prinzip  der  Volltönigkeit,  wie  man  dasselbe  auch
in  den  iberischen  Münzlegenden  erkennen  kann.  Wörter,  wie
eaoit,  rioieifo  lassen  in  dieser  Beziehung  Nichts  zu  wünschen
übrig.
Mit  ziemlicher  Sicherheit  lassen  sich  nunmehr  folgende
Buchstaben  bestimmen:

I.  Vocale.

A  findet  sich  zunächst  in  fünf  verschiedenen  Formen  vor
(VII.  2.  VIII.  2.  IX.  2.  XIX.  3.  XXL  9),  denen  auf  S.  37.
            
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