Phillips. Ueber eine in der Nähe von Castellon gefundene iberische Inschrift* 573
Ueber eine in der Nähe von Castellon gefundene
iberische Inschrift.
Von
Hofratli George Phillips,
wirkl. Mitglied der k. Akademie der Wissenschaften.
JLm August des Jahres 1851 fand Herr de Portefaix,
der politische Vorstand der spanischen Provinz Castellon in
der Nähe der gleichnamigen Stadt, auf eine]- Anhöhe, welche
den Namen Puchol führt, eine Bleiplatte mit einer iberischen
Inschrift. Er machte dieselbe der spanischen Akademie für
Geschichte zum Geschenk und begleitete sie mit einer Abhandlung
über den merkwürdigen Fund. Lorichs hat in
seinen Recherches numismatiques eine neue nach dem
Original gemachte Zeichnung der gedachten Inschrift geliefert;
leider sind seine Bemerkungen über dieselbe nur ganz kurz,
auch muss mit Bedauern bemei'kt werden, dass uns die gedachte
Abhandlung des Herrn de Portefaix nicht zu Gebote gestanden
hat. Auch Hübner gedenkt in seinen Inscriptiones
Hispaniae Latinae dieses Fundes; in einer gütigen brieflichen
Mittheilung an den Verfasser spricht er die Vermuthung aus,
die erwähnte Abhandlung sei ungedruckt geblieben.
Wir haben keinen Grund an der Echtheit der Inschrift
zu zweifeln; an eine kurze Beschreibung derselben mögen sich
einige Bemerkungen über die einzelnen Buchstaben, aus welchen
sie besteht, anreihen.
Die Bleiplatte, auf welcher sich die Inschrift befindet,
ist 43’/ 2 Centimetres lang und 4 Centimetres breit; der Raum,