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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

Alte  Nachrichten  und  Denkw.  von  einigen  Lebensrnitteln  China’s.

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In  dem  Reiche  Sü-schin  gibt  es  kein  Salz  und  kein  Eisen.
Man  verbrennt  Holz  und  bereitet  Asche.  Man  nimmt  davon
den  Saft  und  verzehrt  ihn.

Kö-wen  führte  den  Jünglingsnamen  Wen-kliiii.  Derselbe
lebte  verborgen  in  dem  Gebirge  Ta-pi  zwischen  TJ-hing  und
Yü-hang.  Er  trug  beständig  einen  Hirschpelz  und  ein  Flachstuch. ­
  Er  trank  keinen  Wein  und  ass  kein  Fleisch.  An  seinem
Wohnorte  pflanzte  er  Hülsenfrüchte  und  Hirse.  Er  pflückte
die  Blätter  der  Pflanzen  und  die  Früchte  der  Bäume.  Indem
er  Salz  eintauschte,  reichte  er  sie  den  Menschen.  Wenn  Jemand
bei  dem  Tausche  den  Preis  herabsetzte,  so  gab  er  sie  ebenfalls
ohne  Verzug.
Das  Buch  der  Sung  sagt:
Der  König  von  Yii-tscliang  veranstaltete  eine  grosse  Zusammenkunft ­
  von  Gästen  und  Gefährten.  Tschang-yung  ass
Gebratenes.  Vom  Anfänge  bis  zum  Ende  liess  man  Gebratenes
umhergehen,  und  die  Menschen  entfernten  sich  alsbald.  Yung
wollte  Salz  und  Knoblauch  begehren,  aber  er  sagte  dieses
durchaus  nicht  mit  Worten.  Er  senkte,  beim  Essen  die  Finger
herab.  Um  Mittag  hörte  er  auf.

Tschang-yung  verfertigte  ein  bilderloses  Gedicht  auf  das
Meer.  Die  Worte  des  Textes  waren  wunderbar,  einzig  und
von  der  Menge  der  anderen  Gedichte  verschieden.  Später
zeigte  er  es  dem  das  Kriegsheer  niederhaltenden  Pleerfiihrer
Ku-I-tschi.  Dieser  sprach:  Dieses  dein  biklenloses  Gedicht
überschreitet  wirklich  das  ursprüngliche  Leere.  Nur  ist  es  mir
zuwider,  dass  du  nicht  von  dem  Salze  sprichst.  —  Yung  verlangte ­
  sofort  einen  Pinsel  und  schrieb  als  weitere  Erklärung
hinzu:  Tiefer  Sand  umschliesst  das  Weisse,  eingetrocknete
Wellen  treten  ungeschmiickt  hervor.  Gehäufter  Schnee  mitten
im  Frühling,  fliegender  Reiffrost  auf  den  Wegen  der  Hitze!
Das  Buch  der  Tsi  sagt:
Thsui-wei-tsu  ass  bei  der  Trauer  um  den  Vater  kein
Salz.  Seine  Mutter  sprach:  Du  hast  keine'  Brüder,  du  hast
auch  noch  keine  Söhne.  Mögest  du  nicht  dein  Leben  zerstören.
            
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