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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

Alte  Nachrichten  und  Denkw.  von  einigen  Lebensrnitteln  China’s.

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wohlriechenden  Regen.  In  Kiang-ling  und  dem  Süden  von
Tai-hu  hat  man  das  von  dem  Heng-schan  stammende,  in  Yötscheu
  das  von  dem  Yung-hu  stammende  in  dem  Munde  Fett
Haltende.  In  Tschang-tscheu  hat  man  die  purpurnen  Bambussprossen
  von  I-hing.  In  Mao-tscheu  hat  man  den  von  Tung-pe  1
stammenden,  in  Lö-tscheu  den  von  Kieu-keng 2  stammenden,
in  Hung-tscheu  den  von  Si-schan 3  stammenden  weissen  Thau.
In  Scheu-tscheu  hat  man  die  gelben  Knospen  von  Hö-schan,
die  Mondrundung  von  Khi-men.  Allein  die  Waare  der  Kaufleute ­
  von  Feu-liang  ist  nicht  hier  inbegriffen.

Unter  den  Bonzen  von  King-ling  war  einer,  der  an  dem
Ufer  des  Flusses  ein  Kind  fand.  Er  zog  es  auf  und  machte
es  zu  seinem  Schüler.  Als  es  endlich  erwachsen  war,  zog  es
die  Wahrsagerpflanze  und  traf  auf  den  Abriss  Tsien  (allmälig)
von  Kien  (Hinderniss).  Die  Bedeutung  lautete:  Die  wilde  Gans
schreitet  allmälig  zu  dem  trockenen  Boden.  Ihre  Flügel  lassen
sich  brauchen  und  sind  ein  Vorbild.  —  Man  gab  ihm  daher
den  Geschlechtsnamen:  Geschlecht  Lö  (trockener  Boden),  den
Jünglingsnamen  Hung-tsien  (die  wilde  Gans  schreitet  allmälig)
und  den  Namen  Yü  (Flügel).
Yii  befand  sich  im  Besitze  der  Schrift  und  des  Lernens.
Er  war  ein  Mann  von  vielem  Denken  und  Sinnen.  Er  schämte
sich,  wenn  er  eine  einzige  Sache  nicht  gänzlich  zu  Stande  gebracht ­
  hatte.  Sein  Wundervollstes  war  die  Kunst  des  Thees.
In  dem  Districte  Kung 1  that  er  sich  am  meisten  hervor  und
verfertigte  irdene  Menschengestalten,  die  man  mit  dem  Namen
Lö-hung-tsien  benannte.  Wer  zehn  Gefässe  verkaufte,  erhielt
einen  Hung-tsien.  Die  Menschen  des  Marktes,  welche  mit
Thee  handelten,  hatten  keinen  Nutzen  und  schütteten  ihn  sofort ­
  weg.  Yü  liiess  in  Kiang-tscheu  und  Hu-tscheu  ein  Mensch
von  King-ling.  In  dem  südlichen  Yue  hiess  er  der  Greis  von
Sang-tschü.  Er  starb  gegen  das  Ende  des  Zeitraumes  Tschingyuen
  (785  bis  805  n.  Chr.).
1  Tung-pe,  das  Weiss  des  Ostens.
2  Kieu-keng,  die  Grube  der  Tauben.
3  Si-scban,  der  westliche  Berg.
4  Der  District  Kung  in  Ho-nan.
            
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