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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

Honiggemiiclier  in  grossen  Mengen  bedecken  jene  Erdhügel ­
  '.
Das  von  Kö-pö  verfasste  bilderlose  Gledicht  auf  den
Honig  sagt:
Mannigfach  gebreitet  goldene  Gemächer!  Aufgethürmt
nennen  sie  sich  innere  Häuser  von  Edelstein.  Schmackhaft,
feucht  und  saftig,  bereitet  man  aus  ihnen  durch  Kochen  Honig.
Zerstreut  haben  sie  Aehnlichkeit  mit  dem  süssen  Thau.  Gefroren ­
  sind  sie  gleich  zerschnittenem  Fett.  Wie  Eis  dünn,  wie
Edelstein  feuchtglänzend,  wie  Mark  geschmeidig,  wie  Luftblumen ­
  wohlriechend.
In  dem  Schreiben,  das  Kaiser  Wen  von  Wei  an  Sün-kiuen
lichtete,  heisst  es:
Jetzt  biete  ich  durch  Tschao-thse  fünf  Kuchen  Steinhonig.
In  der  höchsten  Verkündung,  die  Kaiser  Wen  von  Wei
an  die  Diener  des  Hofes  richtete,  heisst  es:
Die  Drachenaugen  und  das  Loquat  der  südlichen  Gegenden, ­
  lassen  sie  sich  wohl  vergleichen  mit  dem  Magenwurz,  den
Pfirsichen  und  dem  Steinhonig  der  westlichen  Reiche?

Meng,  Statthalter  von  Sin-tsching,  sagte,  dass  in  Scho  die
Schweine,  die  ganzen  gedörrten  Hühner  und  Enten  von  Geschmack ­
  fad  sind.  Desswegen  bereiten  die  Menschen  von  Scho
ihre  Speisen  gern  mit  Grützehonig.
Die  Erwähnung  des  Zuckers  findet  sich  in  den  sieben
beredten  Worten  Tscliang-heng’s,  wo  es  heisst:
Sandgrütze  (Zucker)  und  Grützehonig  werden  von  den
fernen  Reichen  als  Tribut  gebracht.
In  dem  Schreiben  Sching-ung-tse’s  an  Lieu-sung  heisst  es:
Sandgrütze  ist  das  Erzeugnis  der  westlichen  Grenzabhänge.

T  h  e  e.
Das  Werk  Ni-ya  sagt  bei  der  Erklärung  der  Bäume:
Kia  ist  der  bittere  Tu.

1  In  dem  Districte  Han-tschang-  gibt  es  viele  wilde  Bienen,  Honig  und  Wachs.
            
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