Iberischer Ursprung von Stammes- und Städtenamen im südl. Gallien.
391
theils für diese Untersuchung von keiner Erheblichkeit, theils
ganz ungewiss sind. Wichtig ist hier nur der mons Setius,
von welchem der poetische Geograph sagt 1 :
Setius inde mons turnet
procerus *arcem et pinifer, Fecyique jugum
radice fusa in usque Taurum pertinet:
Taurum paludem etc.
und dann etwas weiter 2 :
hic sat angusti laris
teniusque censu civitas Polygium est,
tum Masua vicus oppidumque Naustalo
et urbs haesice gen sale.
Von dem erwähnten Berge mit der darauf befindlichen arx
wird noch weiter unten die Rede sein; unter den nachher
angegebenen Orten, bei welchen Ävienus mit den Bezeichnungen
: civitas, vicus, oppidum und urbs abwechselt,
lässt sich nur Masua, das Mesua des Mela, im Mittelalter
Mesoa, in dem heutigen Städtchen Meze ermitteln 3 , nicht aber
ist es festzustellen, ob der Name iberisch, ligysch oder keltisch
sei. Von Conjecturen zur Ergänzung der Lücke müssen wir
abstehen und somit auf den Namen der als urbs bezeichneten
Stadt verzichten.
8. Cessero.
Nördlich von Baeterrae landeinwärts lag nach dem Itinerar
die Stadt Araura, die dasselbe auch Ceserone nennt- 1 ; bei
Plinius 5 heisst sie Cessero, bei Ptoläus 6 Ksaaepw, auf der Tabula
Peutingeriana: Cessarone". In Hispanien finden sich zwei
Städte, deren Name mit dem von Cessero in Vergleich gestellt
werden könnten: Cesada 8 im Lande der Arevacae und Cissa 9
1 Avien. 1. c. v. 004. sqq.
2 Avien. 1. c. v. 610. sqq.
3 Mela. XI. 5. 42. Vergl. Müllenhoff a. a. O. S. 192.
4 Itin. Anton, p. 389. p. 396. Vergl. Itin. Hieros. p. 552. —
3 Plin. III. 5. §. 36.
6 Ptol. H. 9 (10). p. 146; 1.
7 Tab. Peuting. Segm. 1.
8 Itin. Ant. p. 436. 438. — Geogr. Rav. IV. 34.
■ 3 Polyb. III. 76; bei Liv. XXI. 60. Scissum. — Der Name Cesse wird
durch Münzen bestätigt. S. Leg. 103. — Bei Hübner 1. c. n. 3729
findet sich inschriftlich Cessitamrs.