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Phillips.
haupt der Name aus dem Phönizischen hergeleitet werden soll,
eher auf nar: puer ratheil, wie auch der Name der sardinischen
Nora mit nora: puella im Zusammenhänge stehen
dürfte l . Bei Avienus lautet der Name der Stadt in dem ältesten
(Venetianischen) Drucke vom Jahre 1480 — eine Handschrift
existirt nicht mehr — Naro 2 , was dann die Herausgeber in
Narbo verwandelt haben. Weder aus dem Iberischen, noch
aus dem Baskischen lässt sich irgend eine Deutung des Namens
ermitteln; ob aus dem Keltischen? '
Indem wir einstweilen den Namen Narbo beiseite lassen,
da wir unten noch einmal auf die Stadt, welche denselben
führt, zu sprechen kommen werden, möge hier nur noch darauf
hingewiesen werden, dass Avienus Narbo als im Lande der
Elisyker belegen angiebt 3 . Auch Hekatäus kennt diese und
bezeichnet sie als ein ligysches Volk 4 . Herodot aber erwähnt
ihrer neben Iberern und Ligyern 5 . Das erste Glied dieses
Namens erinnert theils an Eliberris 6 , theils an Elusates 7 , wie
denn auch in Gallia Narbonensis prima ein Ort Namens Elusio,
im Itin. Hieros. als Station, vorkommt.
(>. Bneterrae.
I
Auch über diese Stadt, das heutige Beziers wird sich
weiter unten bei der Erörterung einiger Münzlegenden Gelegenheit
bieten, ausführlicher zu handeln. Bei Stephan von
Byzanz kommt die Stadt unter dem Namen Bafaappa und zwar
als Ttob'.c vor, Avienus nennt sie Besara 8 .
7. Ungewisse Städtenamen bei Avienus.
In seinem Periplus lässt Avienus auf Narbo, nachdem
er verschiedene der Sümpfe und kleinen Inseln an der Südküste
Galliens beschrieben, mehrere andere Orte folgen, deren Namen
1 S. Gesenius 1. c. p. 394. 412. 425.
2 Avienus, Ora maritima, v. 585. (S. unten S. 55.)
3 Avienus 1. c. v. 584. (S. unten S. 55.) ,
4 Bei Steph. Byzant. p. 118.
5 Herod. Lib. VII. 165.
6 S. oben S. 21.
7 S. oben S. 19.
8 S. Steph. Byz. p. 70. — Avien. 1. c. v. 499. Vergl. Möllenhoff a.
a. O. S. 185. — Ueber Naustalo und Polygium vergl. noch Menard a.
a. O. Note VII. p. 32.