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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

Iberischer  Ursprung  von  Stammes-  und  Städtenamen  im  südl.  Gallien.

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kommen'.  Wir  zweifeln  zwar  nicht,  dass  Humboldt  in  der
Angabe  dieses  Wortes  etwas  ganz  Richtiges  gesagt  habe,
waren  aber  nicht  im  Stande  dasselbe  aufzufinden;  auch  in
dem  Verzeichnisse,  welches  der  grosse  Gelehrte  selbst  angefertigt ­
  hat,  kommt  das  Wort  nicht  vor,  wohl  aber  drei  andere
Wörter,  welche  mit  der  Silbe  bei  anfangen:  belana  das  Knie,
belarra  das  Gras,  belarria  das  Ohr.  Mit  keinem  dieser  Wörter
möchten  wir  aber  den  Namen  Belendi  in  Zusammenhang
bringen,  freilich  noch  weniger  mit  pelatu,  se  mouiller  entierementDas
  gemein  gebräuchliche  baskische  Wort  für  .Thal'
ist  übrigens  haran 2 .
<>.  ittonesi.
Es  wurde  vorhin  der  warmen  Bäder,  ta  ’Ovyjc.öv  (kp^ä,  im
Lande  der  Convenae  gedacht.  Jedenfalls  haben  nicht  fern
davon  die  Monesi  gewohnt,  deren  Gedächtniss  die  heutige
Stadt  Moncdn  zu  bewahren  scheint.  Es  lag  daher  die  Conjectur
nahe,  dass  bei  Strabo,  welcher  jener  Bäder  gedenkt,  statt  ’Ovyjcumv:
Mövyjuiwv  zu  lesen  sei.
Was  den  Namen  dieses  Stammes  anbetrifft,  so  wissen
wir  über  denselben  keine  genügende  Auskunft  zu  geben.  Humboldt ­
  weist  darauf  hin 3 ,  dass  der  Name  der  Stadt  Munda,  bei
welcher  die  bekannte  Schlacht  geliefert  wurde,  auch  Monda
geschrieben  werden  dürfe  und  bemerkt  dabei,  dass  die  baskischen
  Wörter,  welche  ,Berg‘  bedeuten,  in  ihren  Formen  sehr
zahlreich  seien  und  dass  allein  mit  m  die  Stammsilben  mal,
mul,  men,  mon  und  mun  dafür  vorkämen.  Unsere  freilich  sehr
dürftigen  lexikalischen  Hilfsmittel  wollen  dies  nicht  in  Bezielmng
  auf  alle  diese  Formen,  sondern  nur  für  men  und  mun
bestätigen.  Freilich  heisst  malda  ,Abhang';  es  drückt  dasselbe
aber  insbesondere  wie  das  franz.  abri,  Schutz  aus;  melzoa  ist
nichts  weiter  als  ,Haufen',  montoina  ist  das  franz.  monceau,
1  Salaberri,  Vocabulaire  v.  pela,  pelatu.
2  Z.  B.  Jenes.  XIV.  8.  8.  10.  17.  Auch  ibarra  kommt  in  dieser  Bedeutung ­
  vor.  S.  die  Abhandlung'  über  die  Einwanderung  der  Iberer.  S.  39.
3  Humboldt  a.  a.  O.  S.  49.  Diese  Ansicht  gründet  H.  darauf,  dass  munho
im  laburdinisehen  Dialekt  monho  oder  montoa  geschrieben  werde.  Durch
Duvoisin’s  Bibelübersetzung  wird  dies  nicht  bestätigt,  indem  daselbst  nur
munho  vorkommt.  S.  Jenes.  XLI.  26;  Deuter.  XII.  2.  Uebrigens
muss  bemerkt  werden,  dass  Ptol.  H.  4  (6).  p.  115;  29  den  Namen  eines
lusitanischen  Flusses  MövBa  schreibt.
            
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