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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

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Phillips.

hatDarnach  könnte  -osates  (=  usates)  möglicher  Weise  eine
,Ganzheit,  Gesammtheit*  ausdrücken.  Doch  das  lassen  wir  auf
sich  beruhen.
C.  Die  aquitanischen  Stämme  bei  Plinius.
Es  ist  schon  oben  darauf  hingewiesen  worden,  dass  Plinius
den  Ausdruck  Aquitanien  in  einem  viel  weiteren  Sinne  auffasst,
  als  wir  hier  Veranlassung  finden,  ihn  zu  gebrauchen 2 .
Wir  haben  es  demnach  auch  gar  nicht  mit  allen  Stämmen  zu
thun,  welche  Plinius  als  zu  Aquitanien  gehörig  aufzählt,  sondern
nur  mit  denjenigen,  welche  innerhalb  der  von  uns  gezogenen
Grenzen  wohnen  3 .  Es  kommt  daher  hier  zunächst  auf  eine  Ausscheidung ­
  der  Stämme  an,  die  nicht  zu  diesem  Gebiete  gehören, ­
  worauf  dann  vornehmlich  zu  berücksichtigen  ist,  welche
Namen  von  beiden  Autoren,  sowohl  von  Cäsar  als  auch  von
Plinjus,  erwähnt  werden.
Drei  und  vierzig  Volksstämme  werden  von  Plinius  als
aquitanisch  bezeichnet,  es  sei  denn,  dass  ein  Beiname  eines
derselben  als  ein  besonderer  Stammesname  anzusehen  wäre
nämlich  Cambolectri-Agesinates 4 ;  es  könnte  aber  auch  der  Fall
sein,  dass  vielleicht  zwei  verschiedene  Namen  zu  einem  mit
einander  verbunden  wären  z.  B.  in  Basobocates 5 .  Plinius  beobachtet ­
  bei  seiner  Aufzählung  ein  System,  welches  zur  Folge
hat,  dass  er  zu  Anfang  und  am  Schlüsse  gallische  und  zwischen
diesen  in  der  Mitte  nur  aquitanische  Stämme  nennt.  Er  fängt
nämlich  mit  den  Völkerschaften  im  Süden  der  Loire  an,  geht
dann  längs  der  Meeresküste  bis  zu  den  Pyrenäen  und  steigt
dann,  mehr  östlich  sich  haltend,  wieder  zur  Loire  hinab.  Es
kann  demnach  keinem  Zweifel  unterliegen,  dass  die  Cambolectri-Agesinates,
  Bituriges-Cubi,  Lemovices,  Arverni  liberi,  Gabales,
Buteni,  Cadurci,  Nitiobriges,  Tolosani  und  Petrocorii,  also
deren  zehn,  welche  Plinius  am  Schlüsse  seiner  Aufzählung
1  Grimin,  Geschichte  der  deutschen  Sprache.  S.  498.
2  S.  oben  S.  9.
3  S.  oben  S.  3.
4  Es  gibt  nämlich  noch  einen  andern  Stamm  dieses  Namens,  die  Cambolectri
  Atlantici  in  Gallia  _Narbonensis.
5  S.  unten  Nro.  19.
            
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