Iberischer Ursprung von Stammes- und Städtenamen im südl. Gallien.
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Benennungen iria und uria 1 an und bezeichnet die Gemeinde,
villanaje, mit iripodia, den ciudadano mit iritarra und uritarra
und civil (que toca ä la ciudad) mit iricoa und uricoa. Ganz
übereinstimmend sind die Angaben bei Fabre, so dass man des
Verdachtes überhoben wird, das eine oder andere Wort verdanke
nur Larramendi’s Logik seinen Ursprung. Bei dem genannten
französischen Lexikographen findet sich eite: iria, civil
(qui regarde les eitoyens): irikua, errikua, errikoa; ville: iria,
village (assemblage de maisons moins considerable qu’un bourg):
irichka, iriska; villageois (habitant d’un village): irichkatarra,
iriskatarra; villette (tres petite ville): iritchua; bourg (gros
village): erria; bourgade (petite bourg): errichka, dagegen
bourgeois: boryesa. Fügen wir noch Lecluse hinzu, welcher
in dem baskisch - französischen Theile seines Wörterbuches
herria mit paroisse und lierritarra mit citoyen, hiria aber mit
ville, eite übersetzt, in dem französisch-baskischen Theile aber
eite und ville mit demselben Worte hiria, village mit hirisca,
herria wiedergiebt. Endlich hat Salaberri hem für village und
für compatriote, und Jiiri: ville. Es kann demnach über die
Bedeutung von iria oder hiria kein Zweifel obwalten und nur
die Frage entstehen, ob auch liem das gleiche Wort mit iria
sei. Dies ist jedoch nicht der Fall, obschon man dadurch
zweifelhaft werden könnte, dass Duvoisin in seiner Bibelübersetzung
civitas stets durch Am 2 , civis aber durch lierritarra
wiedergibt. Die eigentliche Bedeutung von herri ist: Land,
regio, pays und darum ist lierritarra nicht ein Städter, sondern
soviel als: Landsmann, indigena, compatriote; das Wort wird
daher öfters im Gegensätze zu arrotza, wodurch im Baskischen
peregrinus wiedergegeben wird, gebraucht 2 . Zugleich entspricht
lierritarra, erritarra oder erribatecoa dem franz. paysan, sp.
paisano, erritardia dem sp. paisanaje, wie denn auch Larramendi
den Namen des Tanzes paisana (taiiido) durch bas-em
dantza wiedergibt, indem basa soviel als ,wild' bedeutet.
1 Ueber Uria, welches Wort im französischen Baskenlande nicht vorkommt,
s. unten S. 35. Vergl. Humboldt a. a. O. S. 25.
2 Z. B. Jenes. XI. 4. — zatozte, guretzat egin detzatut hiri bat eta dorre
bat: venite faciamus nobis civitatem et turrim.
3 Vergl. Lebitikoa. XXIV. IR: lierritarra edo arrotza. Nombreak. XV.
30. herrikoa edo arrotza.
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