Iberischer Ursprung von Stammes- nnd Städtenamen im südl. Gallien.
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6. Preciani.
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Dieser Stammesname ist unzuverlässig', denn die Lesarten
der Handschriften weichen in demselben vielfach von einander
ab; man liest Ptianii, Phthiciani, Pitanii, Laciani, Pacianii und
Prociani. Bei Plinius wird dieser Stamm nicht erwähnt; es
sei denn, dass man für den Fall, dass Pitanii die richtige
Lesart wäre, diese in den Pintedunni wiederfinden wollte 1 .
Erwähnt möge werden, dass in Karls des Grossen Notitia de
servitio monasteriorum ein Kloster Piciano in Wasconia genannt
wird 2 .
7. Elusates.
Die Elusaten kommen in ganz gleicher Weise geschrieben
auch bei Plinius vor. Ihre. Stadt hiess Elusa, jetzt Eause 3 und
war nachmals der Sitz eines Erzbisthums, welches aber eingegangen
ist. Die Elusates waren die Nachbarn der Sotiates
und wohnten am rechten Ufer des Adour.
8. (Jarites.
Der Name dieses Stammes, welcher Östlich von den Elusaten
wohnte, kommt noch zur Merovingerzeit vor und hat
sich in dem späteren Gaure erhalten. Verwandte Namen finden
sich auch sonst noch in Aquitanien. So giebt Salaberri in
seinem kleinen Wörterbuche Garazi als einheimische Benennung
für das Pays de Cize und Garatzi für die Bewohner
dieses zu Nieder - Navarra gehörigen Ländchens an. Dasselbe
umfasst sechs und zwanzig Gemeinden, von denen eine den
Namen Garategui führt. Auch kommt in dem sogenannten
Pays de Mixe eine kleine Stadt Namens Garris vor 4 . — Den
Namen der Garites leitet Humboldt 5 von dem baskischen gar
her, welchem Worte er die Bedeutung ,hoch‘ beilegt; Fauriel
stimmt ihm hierin bei 6 . Anderwärts ist uns dieses Wort in der
1 S. unten C.
2 Bei Walter 1. c. — Noch möge bemerkt werden, dass eine Stadt der
Gallaiker Pintia lieisst. Ptol. 11. 5 (6). p. 121; 22. So auch eine bei
den Vaccäem. Ptol. IT. 5 (6). p. 124; 24.
3 Vergl. Ukert a. a. O. S. 385.
4 Blade a. a. 0. p. 52.
5 Humboldt a. a. O. S.
0 Fauriel a. a. 0. p. 512.