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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

Phillips.  Iber.  Ursprung  von  Stammes-u.  Städtenamen  im  sfidl.  Gallien.  345

Prüfung  des  iberischen  Ursprunges  einzelner  Stammes- ­
  und  Städtenamen  im  südlichen  Gallien.
Von
Hofratli  George  Phillips,
wirk!.  Mitglied  der  k.  Akademie  der  Wissenschaften.

Einleitung.
Cäsar  beginnt  seine  Darstellung  des  gallischen  Krieges
mit  der  Angabe,  dass  Gallien  in  drei  Theile  getheilt  sei,  deren
einen  die  Belgier,  den  andern  die  Aquitanier  und  den
dritten  die  Kelten,  wie  sie  sich  in  der  eigenen,  oder  Gallier,
wie  die  Körner  sie  nennen,  bewohnen  1 ;  ,diese  Alle',  fährt  Cäsar
fort,  ,sind  durch  Sprache,  Einrichtungen  und  Gesetze  von
einander  verschieden'.  Hierauf  giebt  er  die  Grenzen  der  einzelnen ­
  Theile  Galliens  an  und  bezeichnet  namentlich  die
Garonne  als  denjenigen  Fluss,  welcher  die  Aquitanier  von  den
Galliern  scheidet.  Während  nach  den  Bemerkungen  Cäsars
eine  gleich  grosse  Verschiedenheit  zwischen  jedem  der  drei
Stämme  und  den  beiden  andern  zu  bestehen  scheint,  lässt
Strabo  das  Verhältniss  viel  deutlicher  erkennen.  ,Denn,  um
es  kurz  zu  sagen'  (ä~Xw;  yäp  ebcstv),  bemerkt  er 2 ,  ,die  Aquitanier
unterscheiden  sich  von  dem  gallischen  Stamme,  sowohl  durch
ihren  Körperbau,  als  auch  durch  ihre  Sprache  und  gleichen
mehr  den  Iberern'.  Noch  entschiedener  spricht  Strabo  dies
1  Ca  es.  d.  bell.  Gail.  I.  1.
2  Strabo,  Geograph.  Lib.  IV.  cap.  2.  §.  1.  p.  157.  —  ärXw?  yap  sketv,  o’i
’Axouixavioi  Siaospouat  xoü  FaXaxixoO  cpuXou  xaxa  xe  xac  xtov  <jti)[j.axo)v  xaxaay.svai;
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