Phillips. Iber. Ursprung von Stammes-u. Städtenamen im sfidl. Gallien. 345
Prüfung des iberischen Ursprunges einzelner Stammes-
und Städtenamen im südlichen Gallien.
Von
Hofratli George Phillips,
wirk!. Mitglied der k. Akademie der Wissenschaften.
Einleitung.
Cäsar beginnt seine Darstellung des gallischen Krieges
mit der Angabe, dass Gallien in drei Theile getheilt sei, deren
einen die Belgier, den andern die Aquitanier und den
dritten die Kelten, wie sie sich in der eigenen, oder Gallier,
wie die Körner sie nennen, bewohnen 1 ; ,diese Alle', fährt Cäsar
fort, ,sind durch Sprache, Einrichtungen und Gesetze von
einander verschieden'. Hierauf giebt er die Grenzen der einzelnen
Theile Galliens an und bezeichnet namentlich die
Garonne als denjenigen Fluss, welcher die Aquitanier von den
Galliern scheidet. Während nach den Bemerkungen Cäsars
eine gleich grosse Verschiedenheit zwischen jedem der drei
Stämme und den beiden andern zu bestehen scheint, lässt
Strabo das Verhältniss viel deutlicher erkennen. ,Denn, um
es kurz zu sagen' (ä~Xw; yäp ebcstv), bemerkt er 2 , ,die Aquitanier
unterscheiden sich von dem gallischen Stamme, sowohl durch
ihren Körperbau, als auch durch ihre Sprache und gleichen
mehr den Iberern'. Noch entschiedener spricht Strabo dies
1 Ca es. d. bell. Gail. I. 1.
2 Strabo, Geograph. Lib. IV. cap. 2. §. 1. p. 157. — ärXw? yap sketv, o’i
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