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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

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Ficker.  Ueber  das  Testament  Kaisers  Heinrichs  VI.

Andererseits  aber  liegen  die  Verhältnisse  so,  dass  uns  die
Annahme  der  Fälschung  einer  Stolle  nicht  nöthigt,  über  das
Ganze  den  Stab  zu  brechen,  dass  es  sogar  von  vornherein
wahrscheinlich  sein  muss,  dass  der  Fälscher,  welcher  das  echte
Testament  in  Händen  hatte,  sich  ohne  besondere  Veranlassung
vom  Inhalte  desselben  nicht  entfernt  haben  wird.  Alles,  was
die  Interessen  Markwalds  nicht  unmittelbar  berührt,  scheint
mir  unverdächtig  zu  sein,  in  manchen  Bestimmungen  sogar  der
Annahme  späterer  Fälschung  zu  widersprechen.  Man  wird  auch
bei  Verwerthung  dieses  Theiles  des  Inhaltes  der  bedenklichen
Nachbarschaft  wegen  mit  Behutsamkeit  Vorgehen,  sich  erinnern
müssen,  dass  auch  hier  Fälschungen  stattgefunden  haben  können;
aber  so  lange  sich  ein  bestimmterer  Verdachtsgrund  nicht  erhebt, ­
  wird  man  sich  berechtigt  halten  dürfen,  darin  den  unverfälschten ­
  Willensausdruck  des  sterbenden  Kaisers  zu  sehen.
            
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