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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

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G  o  1  d  z  i  h  e  r.

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hier  wird  die  Position  der  diakritischen

Punkte  mit  der  jeweiligen  Stellung  des  Trinkenden  und  Schöpfenden ­
  in  Verbindung  gebracht. 1  —  Andererseits  führte  der
Islam  mit  seinen  ceremoniellen  Einrichtungen,  seiner  Ethik  und
religiösen  Pflichtenlehre,  das  religiöse  und  ethische  Moment
auch  in  dieses  Gebiet  der  Erkenntniss  ein,  und  so  konnten
besonders  bei  Moralisten  und  in  paränetischen  Schriften
Ausdrücke,  welche  im  muhammedanischen  Ritual  gebräuchlich
sind,  oder  auch  solche,  welche  im  alltäglichen  Leben  Vorkommen, ­
  eine  etymologische  Ausdeutung  in  moralisch  religiösem
Sinne  erfahren.  Ein  bekanntes  Beispiel  hiofür  ist  die  Erklärung ­

  des  Wortes  —  Herz  aus  =  wenden,  drehen, ­
  mit  der  Begründung,  dass  die  dem  Herzen  entkeimenden ­
  Neigungen  und  Leidenschaften  den  Menschen  unschlüssig
hin  und  her  wenden; 2  eine  Erklärung  der  Wörter  für:  Gold
und  Silber  und  ä-Ai)  in  diesem  Sinne  theilen  wir  in
den  Excerpten  aus  Firüzabädf  mit; 3  der  Wein  heisst  nach  dieser
Art  arabischer  Etymologie  so,  weil  er  den  Geist  umnebelt,  nicht
weil  das  Verbum  eine  physische  Erscheinung  bezeichnet,
welche  bei  der  Benennung  des  Weines  zu  allererst  bei  der
Hand  sein  konnte;  die  Wörter  für  Buch,  Reise  u.  s.  w.  werden ­
  ebenfalls  aus  Momenten  erläutert,  zu  denen  sich  der  Sprachgenius
  durchaus  nicht  verirren  konnte 4  u.  s.  w.  Interessant  ist
in  dieser  Richtung,  wie  der  Kadi  Nisäbüri,  Verfasser  des
ivXilj  ljLxS””  das  Wort  m  ihr  ab  (die  für  den  Imam

1  Vgl.  ähnliches  bei  Syrern,  namentlich  in  Barhebraeus  biblischer  Exegese.
S.  hierüber  Ewald’s  Abhandlung:  Barhebreus  über  die  syrischen  Accente
in  d.  Zeitschr.  f.  K.  d.  Mgl.  Bd.  II  S.  11.
2  S.  z.  B.  Omar  b.  Suleiman’s  Erfreuung  der  Geister,  Leipzig,  1848  ed.
Krehl  S.  21.
3  Cod.  Ref.  Nr.  260  Bl.  12.  verso.
4  S.  unten  in  den  Mittheilungen  aus  FTrüzabädi  die  Etymologie  der  Derivate ­
  der  Wurzel
            
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