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Gold z i li e r.
ausmachen, ohne welchen seine Gelehrsamkeit als eine mangelhafte,
der Ergänzung bedürftige betrachtet wird. Man kann
allerdings nicht in Abrede stellen, dass vielleicht kein Zweig
der Wissenschaften von den Arabern in einem solchen Maasse
cultivirt wurde und zum Theil noch wird, wie der der Sprachgelchrsamkeit,
in Grammatik und Lexicologie; — es lässt sich
jedoch andererseits nicht läugnen, dass dieses enfant cheri der arabischen
Gelehrtenwelt so manchem der sich „Gelehrte“ nennenden
nicht vollkommen eigen war. Wir finden in Gelehrtenlexicis der
Araber neben mannigfacher und überschwänglicher Belobung dieses
oder jenes Gelehrten nicht selten die Bemerkung, dass ihm
die Kenntniss der Grammatik mangelte, oder dass er geradezu
im sprachlichen Ausdrucke grammatische Ungeheuerlichkeiten
zu Tage förderte. Ihn Challikän 1 berichtet uns zum Beispiel
von dem Theologen Besr ul-Marisi — einem Anhänger
der Murgiten und Bekenner mutazilitischer Irrthümer — ausdrücklich,
dass er der Grammatik nicht besonders Meister war
und sich gräuliche Sprachsünden zu Schulden kommen liess.
Wir hoben besonders den l’eligiösen Standpunkt Besr’s hervor,
da — so paradox auch unsere Annahme scheinen dürfte —
dieser nicht nebensächlich bei der Beurtheilung der über seine
Sprachkenntniss gefällten Kritik ist. Wir können nämlich die
nicht uninteressante Bemerkung machen, dass sich unter anderen
Mängeln, welche man bei sogenannten Ketzern gerne hervorzuheben
pflegte, häufig auch der findet, dass sie in der
Grammatik nicht bewandert waren, und im sprachlichen Ausdrucke
zu wenig Correctheit beachteten. So hoch steht die
Betracht kommt hier eine Stelle bei IbnChallik in (ed.Wüstenfold [nach dessen
Ausgabe wir in diesem Aufsatze citiren], Bd. IX, S. 91 ult). ^
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wo also dem A'gami nicht die Gelehrsamkeit zugetraut wird,
die man von einem semitischen Muhammedaner erwarten darf. Bemerkenswerth
ist was SujutT in seiner bekannten Selbstbiographie (bei Meursinge:
Sojutii über de interpretibus Korani, Leyden 1839 S. 6 Z. 10.) unterlaufen
lässt: er habe die Wissenschaften der Koranexegese, der Traditions-
und Rechtskunde, der Grammatik, Rhetorik u. s. w. nach Weise
der Araber und nicht nach der der Ausländer und Philosophen betrieben.
Die Theorie des Ibn Chaldfm dürfen wir als bekannt voraussetzen,
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