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wiederfindet, stellt; das a der arabischen Form af'ala, eine dem
Sprachphysiologen hier unbegreifliche Schwächung Von i, i dar?
Wie verhalten sich die beiden Formen hebr. tikhtobh und
arab. taktubu zu einander? Soll das Arabische gegen alle sprachwissenschaftlichen
Erfahrungen i in a und 6 in u verwandeln?
Hat die hebräische Form attem gegenüber der ursprünglichen
arabischen Form antumü die semitische Urform am reinsten bewahrt?
Ist dabei ein Uebergang des e in u zu statuiren? Woher
kam aber das schliessende ü der arabischen Form? Wurde cs
erst später hinzugefügt? Solche und ähnliche Fragen lautlicher
und formaler Natur müssen nach unserem Dafürhalten
genau beantwortet werden, ehe man so apodiktisch, als es
manche Gelehrte zu thun pflegen, über die Ursprünglichkeit des
Hebräischen gegenüber dem Arabischen sich aussprechen darf.
Eine andere Richtung dei’ Entwicklung als die indogermanischen
und semitischen Sprachen stellen die malayo-polynesischen
Idiome dar. Ich bemerke ausdrücklich: die malayopolynesischen
Idiome als Ganzes, nicht aber die malayischen
und die polynesischen Sprachen jede an und für sich betrachtet.
Die Entwicklungsrichtung, welche sie darstellen, ist
nicht die absteigende, sondern die aufsteigende. 1
Gleich den indogermanischen oder den semitischen Sprachen
gehen auch die malayo-polynesischen Idiome aut eine Ursprache
zurück, die in ihnen aufgegangen ist. Während aber sowohl die
indogermanische als auch die semitische Ursprache in ihrer Ausbildung
vollendet waren, als sich einerseits die indogermanischen
andererseits die semitischen Sprachen aus ihnen entwickelten, war
dies mit der malayo-polynesischcn Ursprache nicht der Fall.
Dieselbe befand sich damals in einem flüssigen Zustande, etwa in
jenem, in welchem die polynesischen Sprachen heutzutage sich
befinden. Während nun diese Sprachen in dem oben bezeichneten
morphologischen Zustande verharrten, haben mittlerweile
die malayischen Sprachen sich weiter entwickelt und zwar bis
zu jener Stufe, auf welcher die Tagala-Idiome heutzutage stehen.
Diesen soeben kurz angedeuteten Entwicklungsgang für
die malayo-polynesischen Sprachen anzunehmen, dazu werden
1 Vgl. meine Darstellung dieser Sprachen in Reise der Fregatte Novara.
Linguistischer Theil. Seite 260.
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