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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

Abhandlungen  aus  dem  Gebiete  der  alten  Geschichte.

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Johann  IV.,  hinterliess,  wurde  dieser  in  kürzester  Frist  die
Beute  der  Intriguen  jener  vornehmen  Griechen,  welche  schon
die  Regierung  Theodor’s  zuletzt  blutig  und  unheilvoll  gemacht
hatten.  Der  Sturz  der  Komnenen  und  Dukas  hatte  den  Ehrgeiz ­
  der  Laskaris,  Vataces,  Nestongos,  Kantaküzenos,  Tornikes
u.  a.,  vor  allem  der  Paläologen  erregt.
Ein  Bündniss  des  Despoten  von  Epirus,  des  Königs
Manfred  von  Sicilien  und  der  französischen  Fürsten  von
Achaja  gab  Anlass,  dass  in  Nicäa  sich  das  Bedürfniss  regte,
das  Kaiserthum  festen  Händen  anzuvertrauen.  Schritt  für
Schritt  bereitete  sich  Michael  der  Paläologe  den  Weg  zum
Throne.  Vergeblich  suchte  der  Patriarch  Arsenios  die  Revolution ­
  zu  beschwören,  die  dem  Enkel  des  Vataces  den  Thron,
wo  nicht  auch  das  Leben  kosten  konnte.  Vergeblich  schob  er
dem  Paläologen  den  Eid  zu,  weder  nach  der  Herrschaft,  noch
nach  dem  Leben  des  jugendlichen  Kaisers  zu  streben.  Vergeblich ­
  forderte  er,  als  der  eine  Vormund  Muzalo  erschlagen
worden  war,  die  Krönung  Michaels  als  Kaiser  auf  den  ersten
Januar  1259  festgesetzt  war,  es  sollte  auch  Johannes  gekrönt
werden.  Zitternd  versicherte  der  Knabe  dem  Patriarchen,  er
sei  mit  dem  Leben  zufrieden,  wenn  nur  nicht  Aergeres  wider
ihn  beschlossen  werde.  Ei-  wurde  in  enge  Haft  nach  Magnesia
gebracht  ixnd  geblendet.  Mit  List  und  Gewalt  ward  die  Herrschaft ­
  des  Paläologen  begründet.  Die  Pläne  Michaels  entfalteten
sich  schnell.  Kaiser  Balduin,  welcher  die  Rückgabe  von  Salonichi
  verlangte,  erhielt  den  Bescheid,  er  möge  Tribut  zahlen,
wenn  er  Frieden  wolle.  Es  gelang  Wilhelm  von  Villeharduin
gefangen  zu  nehmen.  Schon  zog  der  Paläologe  vor  Constantinopel
  und  schlug  sein  Lager  in  Galata  auf,  auf  Verratli  hoffend,
den  er  in  Constantinopel  angezettelt.  Endlich  wurde  ein
Waffenstillstand  mit  Balduin  abgeschlossen,  aber  auch  ein  Vertrag ­
  mit  den  Genuesen,  ihnen  die  Handelsvortheile  der  Venetianer,
  Smyrna  und  Niederlassungen  am  schwarzen  Meere  versprochen ­
  ,  wollten  sie  mit  einer  Flotte  den  Anschlag  auf
Constantinopel  unterstützen.  Sie  begannen  ihre  Rüstungen.
Unterdessen  war  aber  Alexios  Strategopulos,  der  nach  Besiegung
des  Fürsten  Wilhelm  Cäsar  geworden  war,  vor  Constantinopel
erschienen.  Hier  handelte  es  sich  für  die  Venetianer,  eine
neue  Flottenstation,  Daphnusia,  zu  gewinnen.  Während  das
            
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