Abhandlungen aus dem Gebiete der alten Geschichte.
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Johann IV., hinterliess, wurde dieser in kürzester Frist die
Beute der Intriguen jener vornehmen Griechen, welche schon
die Regierung Theodor’s zuletzt blutig und unheilvoll gemacht
hatten. Der Sturz der Komnenen und Dukas hatte den Ehrgeiz
der Laskaris, Vataces, Nestongos, Kantaküzenos, Tornikes
u. a., vor allem der Paläologen erregt.
Ein Bündniss des Despoten von Epirus, des Königs
Manfred von Sicilien und der französischen Fürsten von
Achaja gab Anlass, dass in Nicäa sich das Bedürfniss regte,
das Kaiserthum festen Händen anzuvertrauen. Schritt für
Schritt bereitete sich Michael der Paläologe den Weg zum
Throne. Vergeblich suchte der Patriarch Arsenios die Revolution
zu beschwören, die dem Enkel des Vataces den Thron,
wo nicht auch das Leben kosten konnte. Vergeblich schob er
dem Paläologen den Eid zu, weder nach der Herrschaft, noch
nach dem Leben des jugendlichen Kaisers zu streben. Vergeblich
forderte er, als der eine Vormund Muzalo erschlagen
worden war, die Krönung Michaels als Kaiser auf den ersten
Januar 1259 festgesetzt war, es sollte auch Johannes gekrönt
werden. Zitternd versicherte der Knabe dem Patriarchen, er
sei mit dem Leben zufrieden, wenn nur nicht Aergeres wider
ihn beschlossen werde. Ei- wurde in enge Haft nach Magnesia
gebracht ixnd geblendet. Mit List und Gewalt ward die Herrschaft
des Paläologen begründet. Die Pläne Michaels entfalteten
sich schnell. Kaiser Balduin, welcher die Rückgabe von Salonichi
verlangte, erhielt den Bescheid, er möge Tribut zahlen,
wenn er Frieden wolle. Es gelang Wilhelm von Villeharduin
gefangen zu nehmen. Schon zog der Paläologe vor Constantinopel
und schlug sein Lager in Galata auf, auf Verratli hoffend,
den er in Constantinopel angezettelt. Endlich wurde ein
Waffenstillstand mit Balduin abgeschlossen, aber auch ein Vertrag
mit den Genuesen, ihnen die Handelsvortheile der Venetianer,
Smyrna und Niederlassungen am schwarzen Meere versprochen
, wollten sie mit einer Flotte den Anschlag auf
Constantinopel unterstützen. Sie begannen ihre Rüstungen.
Unterdessen war aber Alexios Strategopulos, der nach Besiegung
des Fürsten Wilhelm Cäsar geworden war, vor Constantinopel
erschienen. Hier handelte es sich für die Venetianer, eine
neue Flottenstation, Daphnusia, zu gewinnen. Während das