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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

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Hüfler.

lateinische  Kaiser  1237  starb,  verband  sich  der  Bulgarenkönig
mit  den  Lateinern,  damit  Constantinopel  nicht  griechisch  werde.
Eine  griechische  Flotte  wurde  von  den  Lateinern  geschlagen
und  60,000  Kreuzfahrer,  von  dem  Kaiser  Balduin  II.  aufgeboten,
  zogen  nach  Romania,  dem  sinkenden  Reiche  aufzuhelfen. ­
  Allein  die  Hülfe  war  nur  vorübergehend.  Balduin
wandte  sich  noch  1243  und  1247  nach  dem  Abendlande  um
Hülfe.  Selbst  der  Einbruch  der  Tataren,  deren  wilder  Zug
mich  Ungarn  die  Bulgaren  lähmte,  brachte  dem  lateinischen
Reiche  nur  vorübergehend  einige  Hülfe.  Um  so  kräftiger  trat
jetzt  Yataces  auf.  Er  verband  sich  mit  Kaiser  Friedrich  II.,
spiegelte  dem  Papste  vor,  er  wolle  sich  mit  der  römischen
Kirche  versöhnen,  versprach  König  Bela  von  Ungarn  um  den
Preis  der  Lehensabhängigkeit  gegen  die  Tataren  zu  unterstützen. ­
  'Die  Verwirrung,  welche  nach  dem  Tode  des  Johann
Asan  1241  in  Bulgarien  ausbrach,  erleichterte  seine  Fortschritte;
nur  mehr  auswärtige  Hülfe  konnte  das  lateinische  Kaiserthum
retten,  allein  nur  der  Westen,  Frankreich  oder  England,  sie
gewähren.  Papst  und  Kaiser  befanden  sich  ja  in  einem  Kampfe
auf  Leben  und  Tod.  •  Damals  gelang  es  Vataces,  den  Kaiser
von  Thessalonika  zu  bewegen,  sich  mit  dem  Titel  eines  Despoten ­
  zu  begnügen,  hierauf  nach  dem  Tode  des  Johannes  (1244)
dessen  Bruder  und  Nachfolger  Demetrios  zu  vertreiben  und
sich  in  den  Besitz  von  dem  wichtigen  Thessalonika  zu  setzen,
1246,  endlich  setzte  er  sich  noch  in  den  Besitz  der  militärischen
Zugänge  zu  dem  griechischen  Fürstentlmme  von  Arta.
Der  Tod  des  Johann  Vataces,  welcher  den  Fall  von  Constantinopel ­
  nicht  eidebte,  1254,  1  war  das  Signal  für  die  Bulgaren ­
  zu  einer  Schilderhebung,  um  die  Ortschaften  wieder  zu
erlangen,  die  ihnen  Johann  Vataces  entrissen  hatte.  Allein
Theodor  II.,  Laskaris’  Sohn  und  Nachfolger  des  Vataces,  behauptete ­
  sich  im  Besitze  von  Adrianopel,  wie  der  Verbindung
mit  Thessalonika,  nahm  dem  Despoten  von  Arta  Servia  am
Haliakmon  und  Dyrhachium  ab,  als  nicht  ohne  Schuld  Theodors
Verrath  und  Aufruhr  unter  den  Griechen  selbst  die  weitere
Siegeslaufbahn  hemmten.  Als  er  dann  selbst  in  der  Bliithe  der
Jahre  August  1258  starb  und  einen  achtjährigen  Knaben,
1  Ich  folge  in  den  Zahlenangaben  Finlay,  Instory  of  tlie  byzantine  and
greek  empires  from  715—1453.
            
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