Abhandlungen aus dem Gebiete der alten Geschichte.
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Schreiber des letztem, so wie überhaupt seine unnöthige schändliche
Grausamkeit, welche zuletzt sich an ihm und seinen
Söhnen blutig rächte, sind nicht Züge eines intelligenten Fürsten,
sondern eines stupiden Wiithrichs, 1 den zu loben nur Jemand
unternehmen konnte, dem Effectmacherei höher als alle Wahrheit
ging. In officiellen Schreiben die Normannen als Schuhflicker
zu bezeichnen, vor denen man sich nicht im geringsten
fürchten soll, wie (nach Niketas) Andronikos dem David befahl,
welchen unfähigen Menschen er zum Befehlshaber von Thessalonika
gemacht und welcher sich vor ihm mehr fürchtete als
vor den Normannen, bewies selbst nicht einmal einen mittelmassigen
Verstand. Dann freilich, als Thessalonika gefallen
war, 80,000 Normannen sich in den Besitz der Stadt gesetzt
hatten, liess' er die Verwandten David’s in den Kerker werfen
und prahlte, wie er die Franken vernichten werde. Ihre Ausschweifungen
waren es, ihre Vermessenheit, die sie zu Grunde
l-ichtete; sein Verdienst war an ihrem Untergange wohl das
wenigste.
Als endlich der Sturz dieses Ungeheuers erfolgte, war
es wie der Hereinbruch des Fatum, als sich der Pöbel von
Constantinopel jetzt in den Besitz des kaiserlichen Palastes
setzte und den Schatz der Komnenen plünderte, 80.000 Gold
Byzantiner, 300 Cent, in Silber, 200 in Kupfermünzen wegschleppte
mit allen Kostbarkeiten der kaiserlichen Capelle.
Schlag für Schlag entlud sich das Ungewitter über das Reich.
Das Emporkommen des unfähigen Hauses Angelos ist von der
Losreissung des Kaiserthums Trapezunt, des Königreichs
Cypern, dem Verluste von Dyrrachium, der Erhebung des
zweiten bulgarischen (wallachischen — weisswallachischen) Königthums
1186, der Eroberung von Jerusalem durch Saladin 1187
und dem Uebergewicht der moslemischen Waffen, welchem
der Kreuzzug der Deutschen nur vorübergehend begegnete,
begleitet. Bereits stand es an dem deutschen Kaiser über
die Kronen von Serbien und Bulgarien zu verfügen, 40,000
Wlachen waren bereit dem K. Friedrich in den Orient zu
folgen, wenn er Peter oder Asan zum Bulgarenkaiser mache.
1190. Nicht lange dauerte es und der Erzbischof Conrad von
1 Krause (die Eroberungen von Constantinopel S. 24) bezeichnet ihn als
Hyäne.