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H ofler.
Als die Wiederherstellung des byzantinischen Reiches im Nilthale
misslang, erfolgte von da aus die Aufrollung der christlichen
Besitzungen im Oriente und der seitdem nicht mehr aufgegebene
Plan, den Krieg nach Europa zu tragen, schon 1187 die
Eroberung Jerusalems; zugleich konnte Manuel in nächster
Nähe der fortwährenden Einwanderung turlcomanischer Hirten
so wenig steuern, als der fortwährenden Verminderung der
byzantinischen Bevölkerung. In demselben Jahre, 1176, in
welchem Kaiser Friedrich die entscheidende Niederlage bei
Legnano durch die Lombarden erlitt, die zum Frieden von
Venedig führte, erlitt Manuel auf dem Zuge nach Ikonium in
den Defileen von Tzyvritza (Myriokephalon) durch die Türken
unter Kilidsch Arslan eine grauenvolle Niederlage, deren Folgen
er nicht mehr überwand. Mehr und mehr lösten sich
alle seine Pläne in Dunst und Wolken auf. Die Geburt seines
Sohnes Alexios zerstörte die Aussicht der Vereinigung Ungarns
mit dem byzantinischen Reiche. Nach dem Tode Stefans III.
bemächtigte sich Bela Ungarns, das ihm P. Alexander 1174
rechtskräftig zusprach und zu dem er 1180 Dalmatien, 1186
Halic erwarb. Die Angelegenheiten Italiens ordneten sich ohne
Manuel und als der Sohn K. Friedrichs auch noch Ansprüche
auf die Krone Siciliens erwarb, schloss sich Italien in einer
für das byzantinische Reich höchst drohenden Weise ab.
Letzteres selbst erwies sich als erschöpft an Land und Leuten,
an "V ermögen und Kraft. Der Kaiser fühlte sich seit dem
Schreckenstage von Myriokephalon gebrochen. Er ordnete sein
Haus, vermählte seine Tochter Marie mit dem 17jährigen
Sohne des Grafen von Montferrat, seinen elfjährigen Sohn Alexios
mit der siebenjährigen Agnes von Frankreich, Tochter Ludwig
VII. 1178. Er hatte gehofft, sein Reich durch auswärtige
Kriege aufzurichten und darüber vergessen, dass innerer Wohlstand
und geordnete Thätigkeit des Volkes mehr Kraft verleihen.
Plötzlich fühlte er seinen Tod herannahen; es handelte
sich darum das siechende Reich einem Knaben zu überlassen.
Er befahl ein Mönchshabit zu bringen; der Kaiser, welcher so
oft in Schlachten und Tournieren den Preis der Stärke und der
Tapferkeit errungen, presste seine gewaltigen Glieder mühsam
in das enge Gewand und starb 24. Sept. 1180. Es vergingen
nicht drei Jahre und Alexios II. ward erdrosselt, ebenso seine