Abhandlungen aus dem Gebiete der alten Geschichte.
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zung von Statuen seine Zuflucht nahm. Die Venetianer erhielten
die ausgedehntesten Handelsprivilegien, so dass auch
der Handel mehr und mehr in die Hände von Ausländern fiel.
Man musste sich gestehen, dass nur mit grosser Mühe der
Sturz des Reiches aufgehalten, künstlich verdeckt werde, nur
mit äusserster Anstrengung die Kosten seiner Unterhaltung aufgebracht
werden konnten.
Glücklicher AVeise folgte dem Alexios ein Kaiser nach,
dessen Tugenden den Vater leicht verschmerzen machten und kam
noch auf die Regierung des Kalojohannes die kraftvolle Manuel’s,
so dass 100 Jahre, mit nur drei Kaisern ausgefüllt, den Bestand
des Reiches sichern konnten. Aber fortwährend verlor dieses
mehr und mehr seinen griechischen Charakter. Das Heer, das
Kalojohannes zu Siegen geführt, bestand aus Makedoniern
(Släven und Bulgaren), Scythen (Patzinaken und Kumanen),
Türken und anderen Volksstämmen. Der erste Minister des
Kaisers Kalojohannes war ein getaufter Türke, der Gemahl der
Prinzessin Anna, Nikephoros Bryennos, ein Makedonier, dessen
Erhebung zum Kaiser Alexios zurückgewiesen hatte, weil Jedermann
ihn auslachen würde, wenn er einen Makedonier (Slaven?)
zum Kaiser erhöbe. Alexios hatte wieder zum Systeme der Colonisation
seine Zuflucht genommen und die Patzinaken und
Kumanen in Moglena und Alexiopolis (um Thessalonika und
Philippopolis) angesiedelt. Die griechische Bevölkerung lichtete
sich auch in Europa und die fremde nahm zu. Kalojohannes
nahm das System seines Vaters auf und verpflanzte Scythen
nach Nicomedien, Patzinaken nach Europa. Bereits war eine
Auseinandersetzung nach der slavisch-ungarischen Seite ebenso
nothwendig wie nach der türkischen. Zu den auswärtigen
Feinden kamen jetzt auch die Venetianer. Jedoch ward Kleinarmenien
von Kalojohannes erobert, Raymund von Poitiers,
Fürst von Antiochia, zum Vasalleneide genöthigt; der Kaiser
traf bereits kräftige Anstalten, sich in den Besitz des Königreichs
Jerusalem zu setzen und so die byzantinische Herrschaft
bis an die ägyptische Küste auszudehnen, als er an den Folgen
einer auf der Jagd erhaltenen AVunde, 55 Jahre alt, am 8. April
1143 starb, zum unersetzlichen Schaden des Reiches und seines
Hauses. AVar unter ihm die byzantinische Politik dem Oriente
zugeweudet, so wandte sie sich unter Manuel vorzugsweise dem