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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

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Hofier.

tinische  Reich  unter  den  Händen  Zoe’s  und  ihrer  vier  Gatten
raschem  Niedergänge  zu,  bis  endlich  beinahe  in  demselben
Jahre,  in  welchem  durch  den  frühen  Tod  Kaiser  Heinrichs  III.
1056  im  deutschen  Kaiserreiche  der  Anfang  der  Wirren,  der
Kampf  zwischen  den  Fürsten  und  dem  Königthum,  dann
zwischen  diesem  und  dem  Papstthum  beginnt,  Isaak  der  Ivomnene
  den  byzantinischen  Thron  besteigt  1057  (fl059).
Wie  so  oft  trat  auch  jetzt  wieder  der  Gegensatz  des  abendländischen ­
  und  orientalischen  Kaiserthums  so  recht  handgreiflich
hervor.  Als  Karl  der  Grosse  Kaiser  wurde,  ward  das  byzantinische ­
  Reich  von  einer  Frau,  Irene,  regiert,  die  im  Elende,
verstossen  und  verlassen  von  Allen,  endete,  nachdem  es  sich
darum  gehandelt,  sollte  ihr  Solm,  den  sie  blendete,  eine  Tochter
K.  Karls,  oder  sie  seil  ist  den  Kaiser  heirathen.  Als  die  Kaiserin ­
  Theodora  den  Bilderstreit  schloss,  befanden  sich  Karls
Enkel  in  jenem  Bruderstreite,  welcher  das  neue  Kaiserthum  in
seinen  Fundamenten  erschütterte.  Als  die  makedonische  Dynastie ­
  sich  befestigte,  ging  die  karolingische  unter.  Der  grossartigen ­
  Entfaltung  des  byzantinischen  Reiches  von  963—1024
ging  die  des  deutschen  unter  den  Sachsen  voraus,  die  Wiedererneuung ­
  des  Kaiserthums  durch  Otto  I.  fand  dann  gleichzeitig
mit  den  Siegen  der  Byzantiner  über  die  Araber  statt.  Die
sorgfältige  Erziehung  des  dritten  Otto  und  sein  Sinn  für  Gelehrsamkeit ­
  und  den  Ernst  des  Lebens,  war  die  Folge  des  Einflusses ­
  seiner  griechischen  Mutter.  Die  freilich  oft  zweifelhaften
Kämpfe  K.  Heinrichs  H.  mit  dem  Polenkönige  Boleslav  Chrabry
und  der  Sieg  des  Basilius  über  die  Bulgaren  waren  gleichzeitig;
aber  der  letzte  sächsische  Kaiser  erlangte  keineswegs  den
Beinamen  des  Polentödters,  wie  Basilius  den  des  Bulgarenmörders,
wenn  er  auch  die  Herrschaft  der  Polen  über  Böhmen  und  die
Aufrichtung  eines  im  Nordosten  dominirenden  Slavenreiches
verhinderte.  Von  dem  Tode  des  Basilius  bis  zu  Isaak  dem
Komnenen  1025—1057  wurden  fünf  Kaiser  mit  dem  Purpur  bekleidet ­
  ;  von  dem  ersten  Komnenen  bis  zum  zweiten,  welcher
erst  eine  Dynastie  gründete,  die  105  Jahre  lang  bestand,  folgten
noch  vier  andere,  darunter  zwei  Dukas,  v.  1059—1081,  während  in
Deutschland  von  1002  bis  1125  nur  fünf  Kaiser,  Heinrich  II.
und  die  vier  Salier  in  123  Jahren  regierten,  der  sächischen  Dynastie ­
  ohne  gewaltsame  Unterbrechung  die  fränkische  folgte  und
            
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