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Höf I er.
Papst dem byzantinischen Patriarchen, wenn dieser sich als
Patriarch ty)? oixoupivy]«; zu benehmen Lust hatte.
War es übrigens dem gelehrten und unendlich thätigen
Photios, dessen Fehler zuletzt denn doch vor Allem darin bestand,
zu sehr byzantinisch und zu wenig apostoliscli gefühlt
zu haben, nicht möglich gewesen, die Halbscheide der christlichen
Welt unter das byzantinische Patriarchat zu stellen und
dadurch den Sitz eines Weltpatriarchen in der Hagia Sophia
aufzurichten, so war ihm doch das grosse Werk gelungen, den
beinahe verschwundenen Sinn für Wissenschaft und Kunst
mächtig zu beleben und zwar vor Allen) da, von wo bisher die
militärische Barbarei und die Gemeinheit der Denkungsweise
ihren Sitz aufgeschlagen hatten, auf dem byzantinischen Kaiserthrone.
Es war ein neues Schauspiel, das die Welt in den
Tagen der makedonischen Dynastie erlebte, dass Gelehrsamkeit
in den verschiedensten Gebieten, selbst Ausübung der bildenden
Kunst von Kaisern gepflogen wurde und letztere nicht wie bisher
von ihren körperlichen Gebrechen und Unarten, von ihrer
nur zu oft niedrigen Geburt, sondern von ihren Kenntnissen,
die auf strenge geistige Arbeit hinwiesen, das Prädicat erlangten,
mit welchen sie uns die Geschichte überlieferte. Man
nannte den Mönch Cyrill, den Erfinder der Glagoliza, den
Philosophen, aber auch des Basilios Sohn und Nachfolger Leo.
Die schweren Erfahrungen der früheren Perioden, der
grosse politische Gegensatz, da zum deutschen, dort zum bulgarischen
Kaiserthume, von denen jedes den Byzantinern von
Herzen zuwider war, der gewaltsame Andrang der Araber,
welcher noch im Anfänge des X. Jahrhunderts zur entsetzlichen
Ausplünderung und Ausmordung von ’j'hessalonika führte,
hatten so recht die Nothwendigkeit eines festen Erbkaiserthums
vor Augen geführt, um den mit jedem Kaiser regelmässig
wiederkehrenden Erschütterungen durch Usurpation und gewaltsame
Entthronung ein Ende zu machen. Aber die kriegerische
Lage des Reiches führte auch von selbst dazu, dass man
zu einem Mittel griff, mit welchem man dem Mangsl an mili--tärischen
Talenten bei den Erbkaisern zu begegnen hoffte,
ohne zu dem sehr zweifelhaften Experimente von majores
domus, Emir al omra oder Cäsaren, wie man früher öfter gebraucht,
auf’s Neue seine Zuflucht zu nehmen. Es war dies