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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 66. Band, (Jahrgang 1870)

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v.  Schulte

jurisdictio.  Prius  enim  est  imperator,  quam  coronam  accipiat  a  papa,
vel  gladium  ab  altari,  ut  di.  XXIII.  legimus;  nam  ante  fuit  imperium
quam  apostolatus  et  ante  imperator  quam  apostolicus’.  Im  Trierer,
Bamb.  P.  II.  6.  Codex  trägt  diese  Glosse  am  Schlüsse  die  Sieglen
Lau.,  worauf:
'Ego  vero  dico  cum  Alu,  sicut  ipse  uotavit  supra  de  appellat.
si  duobus  [die  unten  abzudruckende  Stelle],  quod  imperator  habet
gladium  a  papa.  Est  enim  unum  corpus  (folgen  die  Gründe  aus
Alanus  bis  incl.  Moyses,  dann)  ..  .  .praeterea  index  eiusest  dominus
papa,  quia  electionem  confirmal  vel  cassat  ut  extra  III.  de  elect.,
per  venerabilem,  et  etiam  confirmatum  deponit,  ut  XV.  q.  VI.  alius.
Et  hoc  totum  invenitur  expresse  in  quadam  extrava.  Innoc.  III.  in
genesi  [c.  24.  Cone.  Later,  a.  1215  in  c.  9.  de  elect.  Comp.  IV.]
Est  ar.  contra  in  auten.  quomodo  oporteat  epos,  imperium.
Sed  canon  praeiudicat  legi,  f.
B.  Codex  Ilallensis  Ye  52.
38.  Der  Codex  der  Universitätsbibliothek  zu  Halle  Ye  52.
enthält  ausser  auf  wenigen  Seiten  durchgehends  nur  am  obern  Rande
und  zu  beiden  Seiten  Glossen,  der  untere  sehr  breite  ist  leer  geblieben, ­
  so  dass  mir  scheint,  man  habe,  wie  im  Cod.  Ye.  80.,  beabsichtigt, ­
  die  Summa  Bernhard’s  herzuschreiben.  Die  Glossen
enthalten  den  vollständigen  Apparat  des  Alanus.  Es
ergibt  sich  das  daraus,  dass  so  sehr  fast  alle  Glossen,  welche  nicht
blosse  Citate  sind,  mit  den  Sigeln  A.  al.  ala.  gezeichnet  sind,  dass
die  nichtgezeichneten  dagegen  verschwinden.  Die  Vollständigkeit
des  Apparates  wird  durch  die  Schlussworte  bewiesen:  'Benedieamus
dno.  Alleluja.  A.  A.  deo  dicamus  gratias’  viermal.  Der  Apparat  berücksichtigt ­
  im  grossen  Ganzen  alle  Capitel  gleiehmässig.  Inhaltlich
umfasst  er  zunächst  eine  Masse  von  Glossen,  die  lediglich  Citate  aus
dem  römischen  Rechte,  dem  Dekrete  und  den  Dekretalen  enthalten,
von  denen  wohl  sehr  viele,  wenn  nicht  die  meisten  auf  Bernhard
zurückgehen,  viele  gewiss  Richard  zufallen.  Eine  andere  Classe
besteht,  wie  auch  bei  Bernhard  und  Richard  in  der  Zusammenstellung
der  Quellencitate  pro  und  contra  und  der  Solutio.  Die  dritte  endlich
bietet  wirkliche  Erörterungen  zur  Erklärung  des  Inhalts  nach  allen
Richtungen:  kritisch,  historisch,  exegetisch.  Hingegen  treten  die
            
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