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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 66. Band, (Jahrgang 1870)

Über  »las  baskische  Alphabet.

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—  Es  erübrigt  in  Betreif  der  Consonanten  noch  einige  Regeln
hinzuzufügen.  Gleichwie  das  Baskische  kein  Wort  mit  einem  r
anfangen  lässt,  so  gibt  es  mehrere  Consonanten.  welche  niemals
ihre  Stelle  im  Auslaut  haben  können.  Es  sind  dies  die  Buchstaben  b,
d,  f,  g  und  m.  So  wenig  empfindlich  im  Ganzen  die  baskische
Sprache  gegen  einen  Hiatus  ist  4 »),  ab  und  zu  aber  einen
euphonischen  Consonanten  einschaltet  5°),  so  vermeidet  sie  doch
gern  eine  Anhäufung  von  Consonanten  durch  Einschiebung  eines
Vokales;  z.  B.  lan  (Arbeit)  mit  dem  Suffix  -tan  (in)  wird  lanetan;
diesem  Verfahren  haben  sich  auch  öfters  die  Fremdwörter  fügen
müssen;  z.  B.  Aprilis,  bask.  Apirill,  porogatcea  (probare)  ”)•
Im  Allgemeinen  darf  es  als  eine  Regel  angesehen  werden,  dass
in  einer  Sylbe  nicht  zwei  Consonanten  auf  einander  folgen.  Ausnahmen ­
  finden  sich  meistens  in  Fremdwörtern:  agradarria  (angenehm), ­
  bruma  (Nebel),  debrua  (diabolus)  ,  froga  (Probe),  globa
(Gedicht),  progatchua  (profit).  Dagegen  entstehen  durch  Zusammenstossen
  zweier  Sylben  hin  und  wieder  aber  auch  durch  Hinwegfallen
eines  Vokals  (z.  B.  abrea  für  aberea)  Consonantengruppen.  Als  Beispiele ­
  dafür  mögen  ausser  den  vorhin  angeführten  Fremdwörtern
noch  folgende  dienen:
Id:  büdotsa  (Lamm),  ildoa  (Furche),  zaldia  (Pferd).
lg:  odolgia  (Blutwurst).
Ik:  allihia  (Sitz),  ibilkunza  (Spaziergang).
Ip:  alporchak  (Quersack).
lt:  ichiltasuna  (Stillschweigen).
Iz:  afalzea  (zu  Nacht  essen),  gilza  (Schlüssel).
mp:  sutumpa 52 )  (Kanone).
nah:  urchaincha  (Eichhörnchen).

49 )  Vgl.  oben  IV.  A.  3.  S.  S.  23.
50 )  Z.  ß.  der  Genitiv  des  Artikels  lautete  eigentlich  aen,  doch  tritt  hier  ein  euphonisches ­
  r  dazwischen.
5 *)  Vgl.  van  Ey  ss,  a.  a.  0.  p.  7.
52 )  Dies  Wort  hat  vermuthlich  Larramendi  gemacht  (vgl.  Chaho,  a.  a.  0.  La  gnerre
des  alphabeis  p.  11);  es  ist  zusammengesetzt  aus  su  „Feuer“  und  tumpa,  welches
Wort  S  a  \  a  berr  i,  Vocabulaire,  in  folgender  Weise  wiedergibt:  „coup  peu  violent
mais  faisant  un  certain  bruit“.
            
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