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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 66. Band, (Jahrgang 1870)

l T ber  «Jas  baskische  Alphabet.

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dass  das  s  dem  ss  im  Französischen  nahe  komme,  jedenfalls  näher
als  dem  französischen  ch,  so  dass  man  sicherer  gehe  s  als  ch  auszusprechen, ­
  man  werde  leichter  verstanden,  wenn  man  sagarra,  als
wenn  man  chagarra  sage.  Es  ist  demnach  ikusi  (sehen),  so  auszusprechen, ­
  als  wenn  es  iknssi  geschrieben  wäre.  Nach  der  Schreibweise ­
  des  freilich  nicht  sehr  zuverlässigen  Tresora 40 )  findet  sich
der  Gegensatz  zwischen'dem  Oi'henartschen  s  und  ß  durch  ß  und  s
ausgedrückt,  z.  B.  ic-hußidie  (ils  ont  vu)  und  bisaya  (insage).
Auch  Chaho  kommt  auf  die  Aussprache  des  s  zu  reden  und  bemerkt ­
  m),  dass  die  Franzosen  diesen  Laut  fast  immer  schlecht  aussprächen; ­
  für  es  sagten  sie  e'che  und  für  sa:  cha.  Er  gibt  zugleich
eine  Methode,  um  es  richtig  auszusprechen,  an,  die  darin  besteht,  dass
man  die  Zungenspitze  vom  oberen  Zahnkiefer  her  gegen  den  Gaumen
bewegt  und  dann  einen  Zischlaut  ausstüsst  42).  Duvoisin  weicht  darin
von  Inchauspe  und  Anderen  ab,  dass  er  nach  dem  Beispiele  älterer
Schriftsteller  ss  als  besonderen  Buchstaben  in  das  Alphabet  aufgenommen ­
  hat,  während  Pruner-Bey  und  vor  ihm  Francisque-Michel
dem  s  noch  ein  h  beiordnet  und  davon  bemerkt,  dass  gerade  dies
ein  dem  Baskischen  ganz  eigenthümlicher  Laut  sei 43 ),  der  sich
zwischen  dem  französischen  s  und  ch  bewege.  Dies  kommt  aber
wieder  auf  die  oben  angegebene  Angabe  von  van  Eyss  heraus  und  e^
möchte  sein,  dass  dem  s  in  derThat  sich  ein  leiserHauch  anschlösse,
der  dann  das  h  rechtfertigen  würde.  Oi'henart  hat  für  diesen  eigenthümlichen
  Laut  das  Zeichen  s  schlechthin  und  für  den  gewöhnlichen
Laut  f  empfohlen.
Ch,  Tch,  X,  X\
Die  Bezeichnung  eines  Zischlautes  mit  ch  ist  eine  doppelte
Inconsequenz,  sobald  man  das  c  aus  dem  baskischen  Alphabete  verbannt ­
  und  das  h  für  das  eigentliche  Aspirationszeichen  erklärt  hat.  Es  ist
dies  eine,  freilich  schon  inveterirte,  Concession  an  das  Französische,
mit  der  man  aber  für  die  spanisch-baskischen  Dialekte  deshalb
nicht  ausreicht,  weil  in  diesen  das  ch  nicht  auf  französische,  sondern ­
  auf  spanische  Weise  ausgesprochen  wird.  Gerade  in  solchen

40 )  Tresora  (s.  II.  Note  7).
41 )  Chaho,  a.  a.  0.  p.  13.
42 )  Chaho,  a.  a.  O.  p.  13  handelt  hierüber  ausführlich.
43 )  Pruner-Bey  (s.  II.  Note  16p
            
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