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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 66. Band, (Jahrgang 1870)

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44  Phillips
Sprache  erhalten  habe;  trifft  Letzteres  nicht  zu,  so  ist  doch  jedenfalls ­
  die  Entlehnung  dieser  Silte  in  der  noch  den  Namen  der  Basken
tragenden  Gascogne  aus  dem  ßaskischen  anzunehmen.
Was  im  Übrigen  die  Aussprache  des  r  anbetrifft,  so  ist  es
stets  weich  zwischen  zweien  Vokalen  ss)  z.  B.  in  bataren  (Gen.  von
bat,  ein),  dagegen  hart  in  allen  andern  Fällen.  Tritt  zu  einem
auslautenden  r  der  bestimmte  Artikel  hinzu,  so  wird  jenes  verdoppelt,
z.  B.  lur,  Erde,  lurra,  die  Erde,  gar,  Flamme,  garra,  die  Flamme.
Dieses  Doppelt  ist  hart  auszusprechen.  Ist  es  als  ein  von  dem  einfachen ­
  harten  r  verschiedener  Laut  zu  betrachten?  [nchauspe  und
Duvoisin  nehmen  dies  an;  je  nachdem  man  dieser  Ansicht  ist  oder
nicht,  wird  man  sieben  oder  sechs  liquide  Consonanten  zu  unterscheiden ­
  haben,  nämlich  l,  V,  m,  n,  n  und  r,  beziehungsweise  rr.

Die  Sibilanten.
In  den  verschiedenen  baskischen  Alphabeten  sind  viele  Sibilanten ­
  verzeichnet,  namentlich:
S,  Sh,  Ss,  Ch,  Tch,  Q,  Z,  Ts,  X,  Tz,  X,
Wenn  man  zuerst
S,  Sh  und  Ss
ins  Auge  fasst,  so  kommt  hier  eine  Äusserung  Oi'henart’s  in  Betracht,
welcher  von  der  Definitivform  des  S  bemerkt,  dass  sie  in  der  Aussprache ­
  dem  französischen  z,  beziehungsweise  dem  g  gleichkomme”),
er  bedient  sich  des  kleinen  runden  s,  um  eben  diese  Deminutivform
und  des  langen  /',  um  den  gewöhnlichen  Laut  des  lateinischen  S  auszudrücken. ­
  Es  hat  aber  überhaupt  dieser  Buchstabe  im  Baskischen
einen  volleren  Laut  als  im  Französischen  und  wird,  wie  Inchauspe
hervorhebt,  ohne  Mitwirken  der  Zähne  ausgesprochen  ss);  nur  im
Souletinischen  hat  das  S  in  einigen  Worten,  z.  B.  in  Jesus  einen
weicheren  Ton.  Für  das  Guipuzcoanische  gibt  van  Eyss  die  Regel 38 );

S6 )  Chaho,  a.  a.  0.  p.  12.  —  van  Eyss,  a.  a.  0.  p.  6
37 J  0  i  h  enart,  a.  a.  0.  p.  4.
3s )  Inchauspe,  a.  a.  0.  p.  XI.
39 j  van  Eyss,  a.  a.  0.  p.  5.
            
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