Beiträge zur älteren tirolischen Literatur. II.
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aber wer da ist ain wuetreicli,
und der verderbet arm und reich
3380 wider got und wider recht,
der ist den herren ain lieber chneclit,
und der da vil smaicberred chan,
der ist den herren ain lieber man;
und der auch nicht achtet treu noch er,
3385 dem geit der herr sicher mer,
denne er ainem frumen tat,
der da piderb ist und stiit.
und der nicht näm alles guet,
nur das er solt haben den muet,
3390 das er iemant betrüben wolt,
dem selben wirt man nimmer holt
und ist nu altfränkisch genant,
aber nu so ist ain newe haut,
die hat ietz gar vast iren lauf,
3395 unz das die vier iehen: „heb auf!“
da ist es danne alles ab.
wann man in trait zue dem grab,
so volgent im seine werk nach,
si sein guet oder swach.
Besonders eifert Vintler gegen den Geiz und die Habsucht
seiner Zeitgenossen. Eine der schönsten und kräftigsten Stellen ist in
dieser Beziehung die folgende;
was doch der pfenning Wunders tuet!
7215 mein her pfenning ir seit ze fruet.
mir ist laid, das man ewer gert
so geitecleich, ir seit so wert,
3378 wer] wa G. — 3379 der da v. W S G. — 3380 und auch w. G. — 33S1 ist ietz
d. G. — 3382 smaichred 5. — 3384 achtet fehlt G. noch] und G. — 3383 sicher]
schir S. — 3387 pider FS. und auch st. G. — 3389 haben solt 5. — 3390 das
iemant kain b. G. — 3391 seihen dem w. TF. — 3392 und] der seil, F. — 3393
nun ist so F. so fehlt 5. — 3394 hat] ist F. ietzund F. — 3393 hintz WS G.
sprechen G. — 3396 da] daz W. G. denn TF *S G. — 3397 in fehlt F. ainen
tregt B. — 7216 begert G. — 7217 geitticleichen F. so] sein F.
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