Beiträge zur älteren tirolischen Literatur. II.
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Ich übergehe das Fernere, da Zarncke diesen Abschnitt nach
dem alten Drucke in der Zeitschrift für deutsche Alterthumskunde
IX, 80 — 87 mitgetheilt hat. Ein andermal rügt er das tolle Treiben
der Herren, die Anstand und Würde ganz vergeben, sich zu den
Thoren gesellen und vielerlei Unfug treiben. V. 9055—9123. Am
bittersten spricht er sich aber gegen den Stolz der Adeligen aus, die
mit ihren Wappen Kirchen und heilige Geräthe zieren und sich erfrechen,
Grüfte hei den Altären zu bauen.
so sein etleich also gestalt.
9645 die selben wellen mit gewalt
die leute noten darzu,
das man in nicht spreche: „du“,
und wissen doch wol all geleieh,
das si auch sein ertreich
9650 und das aller adel am ersten cham
von Eva und von Adam,
da wil sich niemant an oberen,
so haben ietzund etleich herren
die allersnödisten hoclifart,
9655 als si ie bechennet wart,
als umh die schilt und panier
und ander wunderleich grojier,
die da in der chirclien stecket
und mit dem seihen so wecket
9660 man neur die abgötterei
und vergißt man got dapei.
wan es sicht maniger man
die wappen also mit vleis an,
das er vergißt der lieilichait da,
9665 als da gicht Jeremia:
9647 nit zu spruch tue G. — 9649 si] wir F. sein fehlt F. — 96Ü0 und fehlt 5. und
das] wann ßr. — 9664 a. snodist F- hoffart SG. — 9655 ie fehlt F. — 9656 die
fehlt G. — 9657 groyr tr,V. gewier F. wunderlichew groyer G. — 9658 den G.
stecke F. steekent IT S G, — 9659 wecke F. weckent irS G. — 9660 man fehlt
G. nur F G. — 9661 u man v. F. — 9663 als 5 — 9664 der h. vergisst da F.
haimlichait Ji\ — 9665 gicht] Staat in G.