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Z i n g e r 1 e
Viel öfter und energischer greift er den Adel an und spricht dabei
so vorurtheilslose Ansichten über diesen Stand aus, daß wir
dieselben für jene Zeit bewundern müßen. Sehon V. 2090 wendet
er sich gegen den Geiz der Herren:
2090 ich gelaub, man vind der herren ietz vil under der sunn,
die da haben den selben siechtumb.
wann ainer von im sol geben pfenning oder ros,
so vint er für sich da auf ain glos,
damit das er im doch nicht geit.
2095 nun secht, wie sei der pöse geit
so gar greuleich überzogen hat.
und sicht doch nindert an chainer stat,
das ir chainer desto reicher werd,
wan er verleust davon wird und er.
2100 gab er aber schon und eben
und wenn er ze recht solt geben,
das chäm im wol zwifach wider ein.
aber die herren geben ietz nur den ribaldein
und den pösen falschen ehlaiTern ir guet.
2105 das macht auch, das manig piderman tuet
anders, wan er pilleich sol.
wan er waiß das vor hin wol,
das sein dienst ist zwirhalben verloren,
aber pei den alten Zeiten hie voren,
2110 do die herren gaben ir guet miltikleich,
do namen si auf und wurden reich,
so ist aber ietz vil maniger herr,
der da nicht wil haben wird noch er.
das pleib also pei seinem alten sit!
2115 wan ich mag es doch erwenlen nit,
2090 itzund F. vind ietz der h. vili sunnen ff. — 2091 die selben ff. — 2093 sei]
sich W F G. — 2096 sich so G Dr. sei so S. greuleich fehlt G. Dr. — 2097
doch fehlt F. nindert fehlt G Dr. an] in W. — 2101 und fehlt TFS G Dr. —
2103 ietzund F. — 2106 manger G Dr. — 2106 denn G Dr. — 2107 vorchen S.
2108 zwier halber F. halb S G Dr. — 2109 hin W. — 2110 do die] die da G.
willikleich F. — 2112 ietzund F. manig F. — 2113 haben weder w. G. — 2114
seinen sit S. — 2116 gewenden G Dr.