Beiträge zur älteren tirolischen Literatur. II.
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davon so ist notdurft dapei,
das man in geb ain valsclic chrei,
wo si wären in des landes chrais,
das man si die valschen pauren hais.
Hier meint der Dichter bestimmte Bauern, die ihre .Herren
verrathen hatten, und die Stelle ist wohl auf jene Bauern zu beziehen,
die zu Herzog Friedrich gegen den Adel hielten. An sie
reihen sich folgende Verse:
Ach mücht man die valsehait
3785 erweren aller christenhait!
wan valsehait hat alle posliait inn.
wer valsch ist, der hat valschen sinn,
valsehait ist der posliait fundament,
valsehait ist des teufels present.
3790 der hat si geben in aller weite chrais
ainem volk, das man pauren haist:
wan die selben habent si frue und spat,
als sich das wol erzaiget hat.
aber das mich niemant verdenket!
3795 der sei zwirhalb ertrenket!
ich main neur die valschen wicht,
aber den frumen wünsch ich nicht
anders zwar, denn eitel guet.
also stet mir gen in mein muet.
Es zeigt von der Gewissenhaftigkeit und Milde des Dichters,
daß er beide Male nicht den ganzen Stand verwirft, sondern die
Guten ausnimmt, und später einmal sagt, daß drei entartete Edelleute
nur einen Bauer werth sind:
und gelten doch neur drei ein pauer. 6707.
3486 so fehlt G. nottiirftig G. — 3488 waren W. sei varen G. dem lande krais S.
landkraiß G. — 3784 auch W S. man erweren die v. F. — 3785 erweren] gemainiclich
F. — 3786 alle posliait hat inn W. hat fehlt S. heit G. alle die p. S. —
3787 wer] der S. — 3789 presentz F. — 3790 sei F. aller der weit TF«S. chraise
F. — 3791 haisse F. — 3793 als das sich W. — 3794 iemant W S G Dr. — 3795
sei] seu F. si W S G. zwirunthalb G Dr. — 3796 nuer F. nur G. — 3797 den]
ainem W. — 3798 anders nicht zwar dann F.