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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 66. Band, (Jahrgang 1870)

Beiträge  zur  älteren  tirolischen  Literatur.  II.

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und  von  Albertus  Magnus,  der  sah,  wie  der  Teufel  vor  dem  Sakramente ­
  seine  Kappe  zog  V.  6890—6911,  wo  er  sagt:  „ich  han  gehört
von  meinem  gesellen“.  In  der  bekannten  Legende:  Der  Engel  und
der  Einsiedler»)  V.  3058  ff.  weicht  er  von  der  Fassung  derselben  im
Originale  ab.  Zwei  Erzählungen,  die  das  Original  im  Abschnitte  über
den  Neid  gibt  (Gelli  S.  21  und  22),  übergeht  Vintler,  während  er
sich  in  Betreff  der  übrigen  Beispiele  und  Gleichnisse  strenge  an  die
italienische  Vorlage  hält.  In  Betreff  der  letztem  weicht  er  nur  einmal
ab,  da  er  bei  der  Unmässigkeit  anstatt  des  Einhornes  (V.  5256  bis
5275)  den  Otter  als  Sinnbild  gebraucht.  Weniger  freie  Zuthaten  als
bei  den  Erzählungen  finden  wir  im  andern  Theile  des  Gedichtes,
solange  er  den  Fiore  di  virtu  folgt,  doch  auch  hier  gehören  folgende
Stellen  dem  Dichter  an:
V.  9—185.  1055—1068.  2090—2119.  2386—2415.  2843
bis  2914.  3784-3799.  5315—5381.  5690—5763.  6626—6931
und  andere  kleinere  Partien.
Mit  Vers  7028  beginnt  der  Dichter  den  „Ammaestramenti  de
Filosofi“,  wie  die  ital.  Schrift  in  Gelli's  Ausgabe  genannt  wird,  zu
folgen  und  nicht  Alber  tan  o’s  von  B  resci  a  Abhandlungen:  Deila
consolazione  e  del  consilio“  und  „Delle  sei  maniere  di  parlare“  oder
„Ammaestramento  di  diree  di  tacere“  wie  Lappenberga)  annimmt.
Beispielshalber  gebe  ich  auch  eine  übersetzte  Stelle  dieses
Theiles:
8540  Tolomeus  spricht  in  seinem  tractat:
„du  solt  nicht  sein  ze  drat
ze  reden  mit  nieman,
du  erchennest  denn  gar  wol  den  man
und  sein  weise  und  sein  gestalt,
8545  das  du  wissest,  was  du  reden  solt.
darumb  sol  man  mit  grossen  herren
reden  von  grossen  eren
und  von  hohen  dingen
und  von  weistum  und  von  sinnen,

*)  Vita  patrum  5,  93.  Gesta  Romanorum  lat.  80.  Pauli,  Schimpf  und  Ernst  S.  377.
Eine  Übersicht  der  Literatur  dieser  Legende  gibt  Österley  S.  530.
2 )  Zeitschrift  fiir  deutsches  Alterthum  B.  10,  263  und  264.
8540  gicht  W.  —  8541  chrat  W.  —  8542  iemau  G.  —  8546  so  sol  W  S  G.  —  8547
r.  mit  sirin  von  F.  —  8348  und  auch  F.  —  8549  von  höflichen  s.  G,
Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  LXVI.  Bd.  II.  Hft.

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