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Z i n g e r I e
das war wol ain hoher hört gemieg.
wan wer im selben hie ist clueg,
der mag sich wol vor Sünden hneten.
auch sol man vatter und mueter gueten,
293 das man die in eren hab.
den nächsten freunten aucl) guetes trag,
iegleichem darnach, als er dir sei
mit seiner sippe nahen pei.
darnach solt du ain iegleichen man
300 nach seinem wesen also han,
und auch ce die gueten wan die pösen.
auch soltu niemant nicht verösen
sein leumunt noch ander leute laster.
wan wer das tuet, der scheut sich vaster,
303 als sand Augustin do spricht,
am ersten han ich ew bericht
von der gottes lieb Urspring,
darumb das er ist über alle ding,
darnach wil ich eil sagen me,
310 wie die tailung der liebe ste.
darnach so offenbar ich eu
von der lieb und von der frawen treu.
Es mag dieser Vergleich des Anfanges uns zeigen, wie Vintler
bei seiner Bearbeitung im allgemeinen vorgieng. Er folgte, wenn er
übertrug, dem Gegebenen in freier Weise, schloss sich aber genau
dem Inhalte des italienischen Originals an. Wir linden sogar Stellen,
in denen er sieb auch wörtlich an die italienische Vorlage hält und
sogar Reime daraus entlohnt, z. B. disse l’altro: Messer lo Re S. 81.
herr der chünig 3179. Seneca dice: Non lodare altrui in sua presenzn
S. 83.
so spricht der maister Seneca:
„nicht lob die leut in presencia“ 5304.
291 ainer S. — 292 selber S. selb G. — 294 gutten S. — 295 in allen e. G. —
297 als er dir] und er G. — 299 nahent S. — 301 wan] denn G. — 303 seinen
Jeunden n. G. — 304 wer] der G. schent sich selber vaste G. — 306 am] diu S.
euch G. — 307 Ursprung SG. — 308 allew G. — 309 d. so w. i. euch G. me
fehlt G. — 312 und auch von der falschen fr. G.