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Beiträge zur älteren tirolischeu Literatur. II.
wan sie es doch alles regieren,
und in dem andern tail des liieren,
da da leit der vernnftig gaist
230 in der betrachtung allermaist.
wan die verstantnus ist also frei,
das ir wont guet und püs pei,
und macht ir oft selb ain lieb urspring,
als ich es in meinen sinnen vind.
23S das ehumpt alles von der äugen gesicht,
als der philosophus auch spricht:
wenn der mensch seinen willen naigt,
das er dann der erchantnus zaigt.
das selb verwechselt sich alda
240 in die inner memoria
und verchert sich dann, als man sait,
in ain wolgevallenchait.
und das gevallen erwegt die pegir,
das im die sach gevallet schier.
245 da pirt sich dann die höchste tugent.
die rechte liebe ist so mugent,
das si ist wurz, anevank und leben,
wan si mißet alle ding gar eben,
sie ist auch ain säul aller tugenlhait,
250 als der philosophus uns sait,
und sand Thomas auch bericht
und bewärt, das Chain tugent nicht
an rechte lieb nit mug gesein,
wan si formet sich so ein
255 und macht ir ainen anevank durch sei.
und wer erchennen wil da pei,
ob er tugent oder laster tue,
so wart nur das ansehen zue,
227 weil es si d. S. — 229 unvernüf'tig F. vermißt G. — 231 — 330 fehlen F. —
232 guetz und auch p. G. — 233 selb fehlt SG. — 238 der kantnus S. ers erkantnuss
denn z. G. — 240 inner] in der G. — 242 wollgevellikait G. — 243 das
fehlt B. — 244 gevallen B S. — 249 sal S. — 250 uns auch s. G. — 251 sanctus
G. —r 254 ornet S. sei formiert G. — 258 nur fehlt S. nu G.
Sitzh. d. phil.-hist. CI. LXVI. ßd. II. Hft. 21