Beiträge zur älteren tirolischen Literatur. II.
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Ich han getan recht als ain man,
der do cham auf ainen plan,
do er vant pluemen manigerlai,
als si pringen mag der mai,
S und der die pluemen aller pluemen nimpt,
ain kränzlein macht, das im gezimpt.
davon wil ich, das mein werk das chlain
haißt die pluemen der tugent rain. 1—8.
und ob an dem püchlein icht gepresten ist,
so pit icli den, der es da list,
das er das wend, wan ich im es gan;
190 wan ich der chunst nicht enhan,
das mein geticht sei straffe frei. 187 —191
wan alle ding an der liehe leit,
210 als uns sand Thomas urchund geit,
das lieb, wolgevallenchait und der lust
sind pei einander in ainer prust.
wan er das offenleichen spricht
und in seiner summ ausricht,
21S das die erst bewegung ainer iegleichen liebschaft,
das das sei die verstantnus mit ir chraft.
als da spricht sand Augustein:
„chainem menschen mag ain ding lieb sein,
er hab es dann vor etwas erchant“.
220 das selb das ehumpt von der fünf sinne pant,
also das sehen mit den äugen,
den oren das gehörd, das ist an laugen,
und als das smecken mit der nasen,
und als das chosten mit dem prasem,
22S und als das rüren mit den henden,
wie es die sinne mein wenden,
3 do] und — 6 iemen zimpt F. im wol g. G. — 7 icli mein \v. S. — 8 haissen S.
plum G. — 187 geprechen G. — 189 wenn G. im des G. — 211 lieb gevallikait
8’. wollevälligkait G. — 212 sei S. seien B G. —■ 213 oll'enleich F B G. — 21S
begirung B S G. — 216 irer B. — 218 gesein B S. — 220 selb cli. S G. selbig B.
sinnen B S G. — 222 gehör G. — 223 fehlt F. 224 den F S. — 226 wie sy dy
sinne meinet w. S. meine B. meinen G.